Statement von Football Supporters Europe gegen eine europäische Super League

Klub-WM, Super Champions League, European Premier Leaguer, Super League – dafür, dass in Zukunft die reichsten Vereine in einer geschlossenen Liga gegeneinander spielen, gibt es verschiedene Namen und Pläne. In diesen Tagen wird vor allem die sogenannte Super League diskutiert, ein Modell aus 20 europäischen Top-Vereinen, wobei 15 dieser Vereine von Beginn an gesetzt sind. Die Chance oder die Gefahr auf- oder abzusteigen und die Möglichkeit sich für Europa zu qualifizieren, zeichnen das Ligasystem des Fußballs aus. Wir sind nun aktuell von einer Europateilnahme so weit entfernt wie noch nie, unser Gewinn des Europokals der Landesmeister 1983 ist lange her. Wir sind realistisch, und dennoch können wir träumen, weil unser Ligasystem Träume zulässt.

Schon heute ist der nationale Wettbewerb durch die Einnahmen aus der Champions League einseitig und langweilig geworden. Wer würde denn ernsthaft wetten, dass der nächste deutsche Meister nicht FC Bayern heißt. Eine Super League verschärft dieses Problem und würde unvorstellbare Einnahmen für die teilnehmenden Vereine bedeuten und den nationalen Wettbewerb noch unattraktiver machen.

Ja, auch wir wollen Veränderungen im Fußball. Aber wir wollen Veränderungen, die von der Basis, den Fans, ausgehen, und nicht von Investoren und Funktionären. Dass die FIFA sich offiziell gegen eine Einführung der Super League ausgesprochen hat und inoffizielle Stimmen berichten, dass sie selber an Plänen beteiligt ist, zeigt das wahre Gesicht des Projekts: Es geht hier nicht darum, den Fußball attraktiver und besser zu machen, sondern darum, dass einige wenige Männer mehr Geld an ihm verdienen.

Wir sind gegen einen Fußball, von dem nur einige wenige profitieren, wir sind für einen Fußball für Alle. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg – die Super League ist kein Teil davon!

 

Mehr dazu findet ihr HIER im Statement von FSE.