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Gesellschaftliche Verantwortung beim HSV

Moin Nordtribüne,

mit dem Verlauf der Covid-19-Pandemie wurden gesamtgesellschaftliche Probleme zunehmend sichtbar. Nicht nur in Bereichen wie der Medizin oder der Bildung, sondern auch im Bereich des „Profisports Fußball“ zeigte sich, dass dort dringend Handlungsbedarf besteht. Während sich deutschlandweit große Teile der aktiven Fanszenen mit Ausbruch von Covid-19 solidarisch engagierten, indem z.B. Botengänge oder Einkaufshilfen angeboten wurden, handelten Vereine und Verbände weiterhin nur nach ihren finanziellen Eigeninteressen. Dabei sind es doch gerade die Profi-Fußballvereine, die durch ihre große Strahl- und Identifikationskraft eine besondere gesellschaftliche Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern und ihrer Region tragen.

Doch was meinen wir überhaupt mit dem Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung? Gesellschaftliche Verantwortung heißt für uns, dass der HSV sich einerseits sozial, ökologisch und ökonomisch für unterschiedliche Projekte in und um Hamburg einsetzt. Andererseits muss es die Vision des Vereins sein, die Zugänge zum Fußball so zu gestalten, dass alle interessierten Menschen die Möglichkeit haben, ein Teil der HSV-Familie zu sein und sich im Kosmos des HSV wohl zu fühlen.  Denn Fußball ist für alle da! Dabei ist egal wie man aussieht, wo man herkommt, wen man liebt und woran man glaubt. So muss ein „Vielfaltsmanagement“ im Verein als essentieller Bestandteil gesellschaftlicher Verantwortungsübernahme verstanden werden.

2016 hat der HSV ein eigenes Leitbild entwickelt[1]. Gesellschaftliche Verantwortung wird in diesem erwähnt, jedoch nicht weiter konkretisiert. Die Formulierung, dass sich der Verein „klar gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus“ ausspricht, reicht nicht aus. Es müssen Ausschlussmechanismen bei Formen von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus o.ä. konkret benannt und daraus ganzheitliche Konzepte für einen vielfältigen Fußball abgeleitet werden. So wurde auf Initiative des Netzwerk Erinnerungsarbeit (Netz E) sowohl in der Stadionordnung als auch in der Satzung (angeregt von Peter Gottschalk) ein Antidiskriminierungs-Paragraph eingeführt. Als weiterer wichtiger Schritt kann die Eröffnung des Ankerplatzes durch die Fanbetreuung in der Saison 2019/2020 betrachtet werden. Fortan bietet dieser eine Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt und Diskriminierung[2]. Ein guter Anfang, der aber noch weiter mit Inhalt gefüllt und in ein ganzheitliches Konzept eingebunden werden muss. Nicht nur innerhalb der Fanszene, sondern auch innerhalb des Vereins muss ein Umdenken stattfinden. So vergibt der HSV e.V. dieses Jahr zum ersten Mal den Ehrenamtspreis und lässt aktuell online über drei verschiedene weiße männliche Kandidaten für den Preis abstimmen[3]. Wohlgemerkt: das Problem ist natürlich nicht das herausragende Engagement der drei Nominierten, das jeden Dank und jede Aufmerksamkeit verdient, oder gar deren Geschlecht und Hautfarbe. Die Nominierungen erfolgen jedoch – soweit nachvollziehbar – nicht nach objektiven Kriterien und gerade eine solche Vorgehensweise ist dafür anfällig, Menschen zu übersehen. Es ist jedenfalls schwer zu glauben, dass unter den rund 500 Ehrenamtlichen z.B. keine ebenso engagierte Frau gewesen sein soll. Zudem wird weiterhin rosafarbiges Merchandise für Frauen im HSV-Fanshop vertrieben und auch die entscheidenden Positionen in der HSV Fußball AG sind fast ausschließlich von Männern besetzt. Aktuell belegen mit Marleen Groß (Leiterin Marke & Marketing) und Marieke Pyta (Referentin des Vorstandes und CSR-Beauftragte) nur zwei Frauen eine leitende Position in der HSV Fußball AG. Der HSV sollte Maßnahmen in Betracht ziehen, Führungspositionen diverser zu besetzen, wie beispielsweise von unserer ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Katja Kraus[4] oder vom Netzwerk F_in – Frauen im Fußball gefordert[5]. Nicht nur, um die Realität der Hamburger Gesellschaft abzubilden, sondern auch als eine Maßnahme für eine erfolgreichere Zukunft. So belegen Studien, dass diverse Teams erfolgreicher arbeiten[6]. Gerade beim HSV hat uns die Vergangenheit des Aufsichtsrats gelehrt, dass die immer gleichen Charaktere (mögen sie auch immer wieder andere Namen tragen), die vornehmlich durch ihre Seilschaften und Ränkespiele sowie die Produktion ihrer selbst und ihrer Egoismen auffallen, zu keiner kritischen Begleitung des Vorstandshandelns führen. An dieser Stelle Personen mit diversen Hintergründen und verschiedenen Blickwinkeln auf das zu beaufsichtigende Handeln einzusetzen, könnte einen Teil zu der gewünschten und satzungsgemäßen konstruktiven Begleitung des Vorstandhandels beitragen.

Auch das Nachwuchsleitungszentrum (NLZ) spielt eine Rolle bei der Frage, inwiefern Profivereine wie der HSV ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Wir begrüßen, dass der HSV mit vielen Vereinen kooperiert (SV Eichede, Buchholzer FC, MTV Treubund Lüneburg, JFV Buxtehude, Leezener SC/SV Todesfelde, SV NA Hamburg, Käpa Helsinki und Pogon Stettin) und neben fünf hauptamtlich pädagogischen Mitarbeitenden auch einen Integrationsbeauftragten im Team hat. Das NLZ führt bei den Spielern Workshops zu den Themen durch, die durch die Lizenzierungsauflagen vorgegeben sind: Anti-Doping, Prävention von Spiel- und Wettmanipulation, Anti-Rassismus und Kinderschutz. Die Workshops zum Kinderschutzkonzept bzw. der Prävention sexualisierter Gewalt werden auch von den Übungsleitenden absolviert. Bei dem Thema kooperiert der HSV mit der Fachberatungsstelle Zündfunke e.V.[7] Außerdem vermittelt der HSV den Spielern und zugehörigen Eltern, dass eine weitere Ausbildung neben dem Fußball wichtig ist, da die Chancen sehr klein sind, Profi zu werden. Auch soll ihnen vermittelt werden, dass es sich erst empfiehlt einen Berater zu beschäftigen, wenn die Möglichkeit des Eintritts in den Profibereich tatsächlich existent ist. Nichtsdestotrotz geht es auch im NLZ des HSV am Ende mehr um finanzielle Interessen als darum, gesellschaftlicher Verantwortung nachzukommen. So werden die männlichen Jugendlichen fallen gelassen, die es nicht schaffen und Frauen werden im NLZ erst gar nicht betreut, da ihre Ausbildung – Stand jetzt – als nicht gewinnbringend eingeschätzt wird.

Damit gesellschaftliche Verantwortung nicht nur Symbolpolitik bleibt, muss sie also auch ganzheitlich in allen Bereichen (vor-)gelebt werden. Ein weiteres Beispiel ist Homophobie: Das Flaggen von Regenbogenfahnen und eine dazugehörige Stellungnahme anlässlich der Pride Week 2020 begrüßen wir.[8] Damit diese Aktion auch wirkt, muss sie in ein ganzheitliches Konzept eingebunden werden, welches eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema voraussetzt – beispielsweise durch das Einbeziehen von Menschen, die von Homophobie betroffen sind, durch vereinsinterne Schulungen, Veranstaltungen zum Umgang mit LBGTIQ-Feindlichkeit und der Aufarbeitung von homophoben Geschehnissen in der Vergangenheit. Dass der HSV sich klar gegen jede Form von Diskriminierung und damit auch Homophobie stellt, ist Teil seines Leitbildes.

Nicht nur vom Verein selbst, sondern auch von möglichen Geldgebern erwarten wir, dass diese mit dem Leitbild des HSV vertraut sind und sich mit diesem auch identifizieren können. Wenn es um das Thema Investoren beim HSV geht, fällt als allererstes der Name von Klaus-Michael Kühne. Seit Beginn seines Anteilserwerbs an der HSV Fußball AG wird dieser von weiten Teilen der Hamburger Fanlandschaft kritisiert. Den wirtschaftlichen Part wollen wir jedoch in diesem Text ausklammern, da er bereits im vorherigen Text umfassend diskutiert wurde. Wir möchten einen Blick auf das Verhalten Kühnes und die seines Unternehmens in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus werfen. Sein Logistikunternehmen „Kühne + Nagel“ war in der Zeit des Nationalsozialismus verantwortlich für den Abtransport von Möbeln, die Jüdinnen und Juden aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg nach ihrer Deportation in die Konzentrationslager geraubt wurden. Außerdem drängten Alfred, der Vater von Klaus-Michael, und Werner Kühne den jüdischen Mitinhaber Adolf Maass 1933 aus dem Unternehmen. Die Nationalsozialisten deportierten Maass später und ermordeten ihn im KZ Auschwitz.[9] Für diese Aktionen ist Klaus-Michael Kühne nicht verantwortlich, sehr wohl aber für den heutigen Umgang seines Unternehmens mit dieser Thematik. Jahrzehntelang verschwieg „Kühne + Nagel“ seine Rolle im Nationalsozialismus. Infolge des öffentlichen Drucks gibt Kühne seit einigen Jahren die Mitarbeit im NS-Staat zu, relativiert die Rolle des Unternehmens jedoch bis heute und stellt sich einer umfassenden Aufarbeitung entgegen[10]. Kühnes Weigerung, sich mit der Aufarbeitung der Rolle seines Unternehmens im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, passt nicht zu dem Leitbild und der Satzung, die der HSV vertritt und somit nicht zu den Werten, für die wir als Verein und als Fanszene einstehen.

Der HSV hat in der Vergangenheit allerdings gezeigt, dass er zumindest bemüht ist, der gesellschaftlichen Verantwortung eines Fußballvereins mit nationalsozialistischer Vergangenheit nachzukommen. Hervorzuheben ist hier die Sonderausstellung „Die Raute unterm Hakenkreuz – Der HSV im Nationalsozialismus“, die 2007 im HSV-Museum gezeigt wurde oder die Einweihung einer Gedenktafel für die HSV-Opfer des Nationalsozialismus Anfang des Jahres[11]. Will der HSV diesen Bemühungen weiter nachgehen, dann darf die Mitarbeit von „Kühne + Nagel“ an nationalsozialistischen Verbrechen (was übrigens schon vor der Ausgliederung öffentlich diskutiert wurde) nicht weiter verdrängt und schweigend hingenommen werden.

Gesellschaftliche Verantwortung darf beim HSV nicht nur heißen, in Form des Hamburger Wegs einzelne soziale Projekte finanziell zu unterstützen. Es müssen auch Lieferketten von Firmen und sonstiges Engagement von Sponsoren mit in sein Handeln einbezogen werden. Gesellschaftliche Verantwortung heißt, Aufarbeitung der eigenen Geschichte und damit auch ein Vereinsarchiv, das öffentlich zugänglich und digitalisiert ist und nicht mehr länger sein Dasein im Keller des Stadions fristet. Es braucht eine Stelle für Vielfalt in Form einer Person, die Anti-Diskriminierungsarbeit im Verein bündelt und in dem Thema sensibilisiert und ansprechbar ist. Die Inklusionsbeauftragte Fanny Boyn und das zunehmende Engagement in diese Richtung von der Abteilung Fankultur sind zu begrüßen, aber bisher nicht ausreichend.

Gesellschaftliche Verantwortung – gerade in Zeiten von Covid-19 – heißt für uns vor allem auch, Fans zuzuhören und ihre Interessen einzubinden. Ein Fußball ohne seine Fans ist nicht der Fußball, den wir lieben. Erst durch seine Fans erlangt der Fußball diese hohe gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und auch politische Bedeutung, die er heute innehat. Fans sollten weder von den Vereinen noch von den Verbänden als Sicherheits- oder Marketingaspekt des Fußballs betrachtet werden, sondern als elementarer Bestandteil dessen. Das anzunehmen und zu leben ist auch ein Teil gesellschaftlicher Verantwortung, die ein Verein wie der HSV trägt. Natürlich ist nicht nur der Verein, sondern sind auch wir als Fanszene mit dafür verantwortlich, uns für einen vielfältigen und offenen Fußball einzusetzen und Menschen, die betroffen sind von Diskriminierung oder aus anderen Gründen Hilfe benötigen, zu unterstützen.

Für eine solidarische Nordtribüne! Für den HSV!

Förderkreis Nordtribüne e.V. im Dezember 2020

 

[1] www.heluecht.stupid-and-slow.de/Downloads/HSV-Leitbild.pdf

[2] www.hsv.de/news/ankerplatz-als-anlauf-und-schutzstelle-fuer-fans

[3] www.hsv-ev.de/ehrenamtspreis-2020

[4] Hamburger Abendblatt, 17./18.10.2020, S. 38.

[5] www.f-in.org/presse/quotenfrau-ja-bitte/

[6] www.mckinsey.com/de/news/presse/neue-studie-belegt-zusammenhang-zwischen-diversitat-und-geschaftserfolg

[7] www.hsv.de/nachwuchs/nlz/kinderschutzkonzept

[8] www.hsv.de/news/nein-zu-diskriminierung-hsv-zeigt-flagge

[9] www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?MAIN_ID=7&BIO_ID=1492

[10] www.deutschlandfunk.de/ns-geschichte-von-kuehne-nagel-unaufgearbeitete.691.de.html?dram:article_id=483856

[11] xn--nordtribne-hamburg-t6b.de/2020/01/nichts-und-niemand-ist-vergessen/

Einfluss von Investoren beim HSV

Moin Nordtribüne,

immer wieder hat sich die aktive Fanszene des HSV in der Vergangenheit kritisch zu Investoren im Allgemeinen und zu Klaus-Michael Kühne als größtem Investor des HSV im Speziellen geäußert. Aufgrund der aktuellen Debatten um die Zukunft des Profifußballs, aber auch wegen der von HSV-Vorstand Frank Wettstein in die Diskussion gebrachten weiteren Anteilsverkäufe, wollen wir unsere Standpunkte erneut darlegen.

Seit 1998 dürfen die Lizenzspielerabteilungen der Vereine aus den Stammvereinen, bei denen es sich um eingetragene Vereine handelt, ausgegliedert werden. Inzwischen haben die meisten der Erst- und Zweitligavereine ihre Profiabteilungen in verschiedene Rechtsformen ausgegliedert. Die am weitesten verbreitete Rechtsform ist die GmbH & Co. KGaA.[1] In dieser Rechtsform können bis zu 100 % der Aktien verkauft werden, da die Vereine trotzdem bis zu 100 % der Stimmanteile halten können. Anders ist es bei Vereinen wie dem HSV, die in einer Aktiengesellschaft (AG) ausgegliedert sind. Bei dieser Rechtsform haben Aktionäre schon ab mehr als 25 % der Anteile erheblichen Einfluss in wichtigen Entscheidungen. Grund dafür ist die sogenannte Sperrminorität. Wer über eine Sperrminorität verfügt, z.B. indem der Investor 25,1 % der Anteile erhält, kann bestimmte Projekte verhindern, die eine Mehrheit von 75 % benötigen, um durchgeführt zu werden. Der größte Anteilseigner der HSV Fußball AG ist der HSV e.V. mit 76,2 %. Die Kühne Holding AG von Klaus-Michael Kühne besitzt 20,6 %. Die restlichen 3,2 % teilen sich die Familie Burmeister, Helmut Bohnhorst und die Erben des im Mai 2016 verstorbenen Alexander Margaritoff. Auf der Mitgliederversammlung 2019 wurde in der Satzung verankert, dass Anteilsverkäufe von über 25 % nicht ohne Einwilligung der Mitgliedschaft erfolgen dürfen. Sollte der Vorstand der HSV Fußball AG Anteilsverkäufe von über 25 % in Erwägung ziehen, ist eine ¾-Mehrheit auf einer einberufenen Mitgliederversammlung nötig.

Mitsprache der Fans

Der deutsche Fußball hat immer noch relativ demokratische Strukturen im Vergleich zu anderen großen Ligen in Europa. Wir halten demokratische Strukturen für wichtig, um die Vereine im Sinne der Fans und Mitglieder zu erhalten und um einer weiteren Entfremdung von der Basis entgegen zu wirken. Wohin es führt, wenn eine demokratische Kontrolle und Mitbestimmung durch die Mitglieder fehlt, kann in England beobachtet werden. So ist z.B. der Wimbledon FC nach der Übernahme durch einen Investor in eine andere Stadt verlegt worden und spielt seitdem unter dem Namen Milton Keynes Dons.[2]

Auch wenn in Deutschland die Möglichkeiten einer demokratischen Partizipation in Fußballvereinen immer noch gegeben sind, wurden sie durch die zahlreichen Ausgliederungen der letzten Jahre massiv eingeschränkt. Der Einfluss von Vereinsmitgliedern auf den Profibereich ist dadurch immer weniger möglich. Auch beim HSV, wo vor der Ausgliederung – z.B. bei der Wahl des Aufsichtsrates oder bei Satzungsänderungen – demokratische Mitbestimmung auch im Profibereich möglich war und durchaus gelebt wurde, ist die aktuelle Mitwirkung nur noch in mittelbarer Form zulässig. So stimmt die Mitgliederversammlung beispielsweise über Satzungsänderungen im e.V. ab oder wählt den Präsidenten des HSV e.V., der wiederum Aufsichtsratsmitglied in der HSV Fußball AG wird.

Das reduzierte Mitspracherecht hat eine deutlich geringere Partizipation an den Mitgliederversammlungen des Vereins zur Folge. Waren beim HSV e.V. vor der Ausgliederung seiner Profiabteilung regelmäßig vierstellige Mitgliederzahlen auf den jährlichen Mitgliederversammlungen des Vereins zu verzeichnen, besuchten diese in den letzten Jahren oftmals nur noch wenige hundert Mitglieder. Außerdem ist der Einfluss der Abteilung Fördernde Mitglieder / Supporters Club, als Vertretung der Fans innerhalb des HSV e.V., auf die (fanrelevanten) Prozesse der HSV Fußball AG nur noch minimal. Mit dem Ständigen Arbeitskreis Fandialog (SAF) gibt es zwar eine Plattform, auf der der Verein einen Austausch mit delegierten Fans ermöglicht, jedoch ist die Bedeutsamkeit und Einbringung auch hier sehr limitiert. Positiv im Verein hervorzuheben ist der Bereich Fankultur, inklusive der aktuellen Fanbetreuung. Sie hat bei vielen Themen verstanden, wie sie Fans mit einbeziehen kann und lässt unsere Meinungen regelmäßig in die HSV Fußball AG mit einfließen. Dennoch gibt es aktuell kein Gremium von Fans, mit dem sich die HSV Fußball AG bei fanrelevanten Themen vorher abstimmen muss. Hier sollten Möglichkeiten der Mitgestaltung (neben den geläufigen Dialogen) in Zukunft betrachtet werden.

Um Mitsprachemöglichkeiten in den Vereinen zu gewährleisten, erachten wir die Beibehaltung der 50+1-Regel für wichtig. Darüber hinaus schließen wir uns der Forderung von Zukunft Profifußball an, die ein Ende der Ausnahmeregelung für Vereine wie Hoffenheim, Leverkusen & Co. fordern. Zudem begrüßen wir den Vorschlag, für bestimmte Kapitalgesellschaften eine 75+1 Regel einzuführen, damit Beschlüsse des Stammvereins im Falle einer Aktiengesellschaft nicht durch Investoren verhindert werden können.

Rechtsform

Die Rechtsform der AG erscheint uns als nicht geeignet für den HSV. Ihr Rahmen wird gesetzlich vorgegeben, der AG-Vorstand agiert praktisch unabhängig vom e.V. und eine Mitbestimmung von Mitgliedern des Stammvereins ist nur sehr indirekt möglich.[3] Insofern haben wir die ersten Anzeichen einer Rechtsformänderung interessiert zur Kenntnis genommen und werden diesen Prozess weiter aufmerksam verfolgen. Für uns sollte bei einer möglichen Rechtsformänderung die demokratische Mitbestimmung durch die Mitglieder bzw. der Einfluss des HSV e.V. gestärkt und der Fokus nicht auf weitere Anteilsverkäufe gelegt werden. Aktuell nehmen wir allerdings Abstand von Spekulationen zur möglicherweise passendsten Rechtsform, da sich (wie schon im ersten Text beschrieben) die aktuelle Lage der HSV Fußball AG für uns als zu undurchsichtig und intransparent darstellt, um das beurteilen zu können. Sollten sich die Pläne einer Rechtsformänderung konkretisieren, würde wohl jeder HSV-Fan einen ehrlichen Austausch, offene Diskussionen und maximale Transparenz begrüßen. Wir sollten aus der Vergangenheit lernen und möglichst gemeinsam die Grundsteine für die Zukunft des HSV legen. Anteilsverkäufe haben in der Vergangenheit nicht den erhofften sportlichen Erfolg gebracht und sollten nicht weiter forciert werden. Es darf nicht heißen: „das Geld ist knapp, also müssen Anteilsverkäufe her“. Vielmehr sollte die aktuelle Finanzlage transparent gemacht werden und ein Finanzkonzept ohne weitere Anteilsverkäufe gefunden werden.

Eine reine Änderung der Rechtsform reicht aus unserer Sicht allerdings nicht aus, um den Einfluss von Investoren zu begrenzen. Manche Entwicklungen und Vorgänge bereiteten vielen HSV-Fans in der Vergangenheit Magenschmerzen, insbesondere die Zusammenarbeit mit unserem größten Anteilseigner. Obwohl Herr Kühne bisher nicht über 25 % der Anteile am HSV verfügt, hat er doch in einer Vielzahl von Angelegenheiten Einfluss auf das operative Geschäft des HSV genommen. So hat er bereits mögliche Kredite für den HSV an Bedingungen gekoppelt, beispielsweise bei teuren Vertragsverlängerungen oder Transfers, die sich im Nachgang alles andere als erfolgsbringend erwiesen. Herr Kühne hat dem HSV in der Außendarstellung durch sein erpresserisches Verhalten und offensichtliche Einflussnahme, teilweise mithilfe von (Spieler-)Beratern, in der Vergangenheit erheblich geschadet. Eine „strategische Partnerschaft“ stellen wir uns anders vor. Wir hoffen, dass derartig polarisierende Meldungen endgültig der Vergangenheit angehören und dass die Entscheidungen, wie vom aktuellen Sportvorstand angekündigt, vollumfänglich im Volkspark getroffen werden. Es darf aus unserer Sicht insbesondere mit Herrn Kühne keine weitere Zusammenarbeit geben, bei der Investments an Bedingungen geknüpft werden und der HSV somit unter Druck gesetzt werden könnte.

Wettbewerbsverzerrung

Neben dem Verlust der Mitbestimmung von Fans führen manche Investorenmodelle auch zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung. So werden Verluste, die zum Beispiel der VfL Wolfsburg macht, vom VW-Konzern gedeckelt. Insbesondere in der jetzigen Krise geraten viele Vereine, die ohne finanzstarke Investoren im Hintergrund auskommen müssen, in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Hier ist der Vorteil mancher Investoren/Konzern-Clubs deutlich spürbar, da deren Schulden von den Geldgebern quasi „verbucht“ werden.

Ein bestehender Lösungsansatz ist das Financial Fairplay[4]. Ein funktionierendes Financial Fairplay soll es Vereinen verbieten, sich über externe Geldgeber zu refinanzieren. Deshalb dürfen Vereine (in der Theorie) nur das ausgeben, was sie durch Sponsoren, Fernseheinnahmen und Fans einnehmen. Die Liga und der Fußball würden von Reformen, die einen faireren Wettbewerb möglich machen, profitieren. Dazu gehört auch die faire Verteilung von Fernsehgeldern. Seitens der Taskforce Profifußball ist es vorgesehen, dass sich das DFL-Präsidium und die DFL-Mitgliederversammlung mit den 36 Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga als zuständige Gremien mit den Erkenntnissen der Arbeitsgruppen befasst. Wir wünschen uns, dass der HSV-Vorstand sich sowohl intern als auch öffentlich positiv zu Reformbemühungen positioniert und sich innerhalb der Liga, insbesondere auch bei der Befassung mit der Arbeit der Taskforce Profifußball, für diese einsetzt.

 

Förderkreis Nordtribüne e.V. im Dezember 2020

[1] 36 Bundesliga-Vereine: GmbH & Co. KGaA (14), eingetragene Vereine (12), GmbH (5), AG (5), Quelle: www.de.wikipedia.org/wiki/50%2B1-Regel

[2] www.11freunde.de/artikel/der-klub-ist-tot-lang-lebe-der-klub/514431

[3] Mehr dazu hier: www.zukunft-profifussball.de/vereine-als-demokratische-basis-konzept

[4]  Mehr Infos zum Financial Fairplay hier: www.zukunft-profifussball.de/integritat-des-wettbewerbs-konzept

Nachhaltiges Wirtschaften beim HSV

Moin Nordtribüne,

seit einigen Jahren prägt der Begriff des nachhaltigen Wirtschaftens die öffentlichen Debatten im Profifußball und in unserer Gesellschaft. Wir wollen dabei in diesem Text auf unseren HSV schauen, wobei es durchaus wirtschaftliche Aspekte gibt, die – aktueller denn je – ebenfalls für das gesamte Fußballbusiness zu diskutieren sind. Eine faire Verteilung der Fernsehgelder oder die Stärkung des „Financial Fair Play“ sind nur zwei wichtige Punkte, die Vereine betreffen. Zu diesen Punkten verweisen wir gerne auf das Konzept „Integrität des Wettbewerbs“ der Initiative Zukunft Profifußball.

Ein faireres Fußball-Wirtschaftssystem bedeutet für uns einer zunehmenden Ungleichverteilung von Ressourcen entgegenzuwirken und geht mit nachhaltigem Wirtschaften einher. Gleichwohl haben wir bei der Auseinandersetzung mit der Thematik auch Nachhaltigkeitsaspekte aufgegriffen, die nicht direkt mit nachhaltigem Wirtschaften zu tun haben, die es aus unserer Sicht dennoch wert sind, im Kontext dieses Themenfeldes miteinbezogen zu werden. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind uns vor allem folgende Aspekte wichtig: Regelmäßige Rücklagenbildung, eine solide und durchdachte Jugendarbeit, sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen.

Nachhaltiges Wirtschaften ist die Abwägung sozialer, ökonomischer und ökologischer Aspekte in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander.

Doch wie sieht es mit nachhaltigem Wirtschaften im Fußball und speziell beim HSV aus? Das deutsche Fußballgeschäft lebte in den vergangenen Jahrzehnten – insbesondere mit einer erhöhten Popularität durch die Heim-WM 2006 – nach der Prämisse „höher, schneller, weiter“ und fügte sich so nahtlos in unser kapitalistisches Wirtschaftssystem ein. Als Fan haben wir teilweise den Eindruck, dass sich die Spirale der reinen Profitoptimierung und -maximierung im Hamsterrad Profi-Fußball sogar noch etwas schneller dreht als in anderen gesellschaftlichen Bereichen. Diese Art von Wirtschaften kennt kein Verlieren. Anders ausgedrückt: Sie erlaubt keine Fehler zum geplanten (Saison-)Ziel. Wie schnell vorher ursprünglich unabdingbar angesehene Ziele doch verfehlt werden können, sieht man an unseren zwei verpassten Aufstiegen in die erste Bundesliga. Um bei einem erneuten Nichtaufstieg weiter finanziell sicher aufgestellt zu sein, muss angefangen werden, nachhaltiger zu wirtschaften. Doch wie kann der gemeine HSV-Fan beurteilen, ob nachhaltig gewirtschaftet wird?

Die aktuelle Situation zeigt, dass ein einfaches „weiter so“ nicht funktioniert und die Gesellschaft aktuell vor Probleme gestellt wird, die auch vor dem Fußball keinen Halt machen. Nicht zuletzt die letzte große Wirtschaftskrise – die Finanzkrise 2008 – hat gezeigt, dass gefährdete Unternehmen – genau das sind moderne Fußball-Vereine heutzutage – höhere Rücklagen bilden sollten. Diese können für solche unvorhersehbaren Ereignisse genutzt werden und geben damit dem Verein und seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mehr Sicherheit. Im Übrigen lassen wir die getätigten Rechtfertigungen von zahlreichen Funktionären und Offiziellen, die Krise sei nicht vorherzusehen gewesen, nicht gelten: Auch die Wirtschaftskrise 2008 traf Unternehmen und Gesellschaft stark und unvorbereitet und vielen Banken drohte die Insolvenz. Die Krise deckte die wirtschaftlich unmoralischen Tätigkeiten in der Finanzbranche auf, einer zuvor stark boomenden Branche. Obwohl die Auslöser der Krisen nicht vergleichbar sind, so sind doch starke Parallelen zum Fußball-Business der letzten Jahre zu ziehen. Denn die Corona-Krise zeigt hierbei ebenfalls auf, wie sehr die Fußballbranche, die zu einem Milliardengeschäft geworden ist, trotz boomenden Geschäftes und Umsätzen auf Kante genäht und dadurch einsturzgefährdet ist. Dies zeigte sich bereits wenige Wochen nach Unterbrechung der Spielzeit. Vereine schlugen reihenweise Alarm, da finanzielle Engpässe drohten. Durch die Austragung von Geisterspielen und die dadurch letzte Zahlung der TV-Gelder wurde schlimmeres verhindert. Die Krise deckte schonungslos auf, dass das Fußballgeschäft von heute größtenteils nichts mit nachhaltigem Wirtschaften zu tun hat.

Für eine Rücklagenbildung im Verein ist ein wirtschaftliches Plus am Ende eines jeden Geschäftsjahres erforderlich, denn ganz einfach: Ohne einen Gewinn kann keine Reserve gebildet werden. Reserven sind aber notwendig, um in wirtschaftlich schwachen Zeiten auf diese zurückzugreifen. Ein großer Vorteil der sogenannten Selbstfinanzierung ist, dass der Verein seiner sozialen Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die keine Millionengehälter beziehen, gerecht wird, ohne diese in Kurzarbeit schicken oder im schlimmsten Fall kündigen zu müssen.

Konkret bedeutet dies, dass der HSV sich davon verabschieden muss auf zu großem Fuße zu leben und auf nicht kalkulierbare Einmalzahlungen angewiesen zu sein. Die Kaufleute in unserem Verein sollten anfangen, nur den Euro auszugeben, den sie auch haben. Das derzeitige Handeln der Funktionäre in unserem Verein führt dazu, dass uns wichtige Gelder in der Zukunft fehlen und wichtige finanzielle Baustellen nur in die Zukunft, bestenfalls außerhalb der eigenen Amtszeit, vertagt werden. Eine Lösung der sehr drängenden finanziellen Fragen bleibt der in der Presse hochgelobte Finanzvorstand bisher schuldig.

Statt auf eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu achten, wird beim HSV weiter fleißig Geld verbrannt. Im Jahr 2019 fühlten wir uns an die verpatzte Jubiläumsanleihe aus dem Jahr 2012 erinnert. So sollte doch das vorhandene finanzielle Loch – statt mit einer Tilgung aus zurückgelegten Mitteln – erneut durch einen Kredit, im Rahmen einer Fananleihe, gestopft werden.

An dieser Stelle lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Im Jahr 2012 wurde im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums unseres Vereins eine Fananleihe zur angeblichen Finanzierung des HSV-Campus ausgegeben. Mit diesem Campus wollte der HSV weg von teuren Transfers und hin zur Entwicklung eigener Jugendspieler kommen. Die ausgegebenen Zinsen der Anleihe, in Höhe von 6 %, waren weit über dem normalen Marktzins und manch eine seriöse Quelle sprach gar von einer Ramschanleihe, mit der gutgläubigen und hilfsbereiten Fans das Geld aus der Tasche gezogen werden sollte. Das Geld wurde wie hinlänglich bekannt nicht für den HSV-Campus, sondern zum Stopfen großer finanzieller Löcher verwendet. Der HSV-Campus konnte schließlich nur durch eine sehr großzügige Spende von Herrn Alexander Otto gebaut werden. Selbstreflexion und Transparenz gegenüber den vielen tausend Geldgebern und Geldgeberinnen aus der HSV-Familie, aber auch Unternehmen, war hier mal wieder Fehlanzeige. Es wurde sich ins Kleingedruckte geflüchtet und erklärt, dass alles schon in Ordnung gewesen sei. Eine transparente Aufklärung der Vorfälle aus dem Jahr 2012, insbesondere eine Klarstellung gegenüber den beteiligten Fans und Unternehmen, vermissen wir bis heute.

Es drängt sich hier immer mehr der Eindruck auf, dass der HSV am ordentlichen Finanzmarkt seinen Kreditrahmen völlig ausgeschöpft hat und auf solch „kreative Deals“ zurückgreifen muss.

Auf kritische Nachfragen, wie bspw. auf der Mitgliederversammlung, wird sich von unserem Finanzvorstand in Phrasen und Parolen geflüchtet, ohne substanziell etwas zu erklären oder mit einem echten Interesse an Transparenz Fragen zur tatsächlichen Finanzlage zu beantworten. Die im ersten Text angemahnte, dringend benötigte Transparenz lässt der HSV insbesondere im finanziellen Bereich vermissen.

Der oder die andere mag jetzt anmerken, dass die zweckentfremdete erste Fananleihe von Personen veranstaltet wurde, die nicht mehr im Verein sind. Das ist durchaus korrekt. Schauen wir auf die vorgezogenen Vertragsverlängerungen mit Adidas und Sportfive, die dazu dienten durch sogenannte „Signing fees“ vorzeitig neues Geld zu bekommen. Oder auch den Verkauf des Stadiongrundstücks an die Stadt Hamburg. So dienen allerdings auch diese Gelder einzig und allein dazu, Löcher zu stopfen. Insbesondere der Deal mit der Stadt Hamburg ist für den HSV nicht der kommunizierte große Wurf. Der HSV verkauft sein Eigentum für eine vergleichsweise geringe Summe und mutmaßlich unter Marktwert, anders lässt sich der Jubelsturm in der Politik über den Kauf dieses „Filetgrundstücks“ nicht erklären. Aufgrund der stark angespannten Finanzsituation unseres Vereins und der Klüngelei in der Vergangenheit gehen wir nicht davon aus, dass das Geld wirklich vollumfänglich in die Sanierung des Volksparkstadions fließen wird.

Diese Tricks von unserem Finanzvorstand zeigen eindrücklich, dass der HSV eben noch weit entfernt von einem nachhaltigen ökonomischen Wirtschaften ist.

Frank Wettstein, als Finanzvorstand, regt nun in verschiedenen Interviews, Podcasts und Gesprächen an, über eine weitere Veräußerung von Anteilen nachzudenken. Dass diese einmaligen Einnahmen in der Vergangenheit bereits für Spielertransfers sprichwörtlich verpulvert wurden, lässt uns das Vorgehen noch kritischer hinterfragen.

Es ist absolut unvereinbar mit dem oftmals zitierten Leitbild des „hanseatischen Kaufmannes“, Werte zu verkaufen, um einmalige Einnahmen zu erzielen. Das hat nichts mit nachhaltigem Wirtschaften zu tun. Eine weitere Veräußerung von Anteilen kann ebenfalls nicht die Lösung sein.

Dennoch sind Einnahmen natürlich vor allem im Profifußball wichtig, um langfristig zu überleben. Bekanntermaßen wächst Geld aber nicht auf Bäumen und daher müssen Alternativen her. Unsere Meinung zu Geld von Investoren haben wir dargelegt (wir verweisen hier auch auf den noch folgenden Text, der sich ausführlicher mit dem Umgang um Investoren befasst). Doch was sind ernsthafte Alternativen in diesem Geschäft? Es sind Sponsoren. Idealerweise möglichst viele verschiedene Unternehmen, die ähnlich finanzstark sind, damit es zu keiner Abhängigkeit von einem Sponsor, oder wie im Fall Kühne gar einer Einzelperson, kommt. Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass der Verein und seine Fans sich mit den Sponsoren identifizieren können. Regionalität kann gegenüber dem Zwang auch noch den letzten Zusatzeuro mitzunehmen, eine höhere Identifikation erzeugen. Jungen Start-Ups sollte dabei ebenso die Chance gegeben werden, wie dem bekannten Familienunternehmen.

Im Bereich der Jugendarbeit ist beim HSV in der Vergangenheit bereits einiges passiert. Im Jahr 2015 wurde mit Hilfe von Alexander Otto die HSV-Campus gGmbH gegründet und 2017 dann der Campus eröffnet. Seitdem konnten einige Projekte, wie der Aufbau der Futsalsparte oder die Anschaffung von Lehrmaterialien für die jüngeren Rauten, umgesetzt werden. Die U19 erreichte in der Saison 2017/18 den zweiten Platz, die U17 den dritten, und mehr und mehr sind die Eigengewächse im Kader der Profimannschaft wiederzufinden. Eine begrüßenswerte Entwicklung. Eine wichtige Position konnte im vergangenen Sommer neu besetzt werden: Horst Hrubesch, HSV-Legende, der zuletzt auch äußerst erfolgreicher Jugendtrainer beim DFB war, konnte als Direktor Nachwuchs verpflichtet werden. Ein schlüssiges Konzept ist für eine erfolgreiche Jugendarbeit unabdingbar. Für die Zukunft wünschen wir uns hier ein höheres Maß an Konstanz, sowohl im personellen als auch im konzeptionellen Bereich. Dies stellt für uns einen Stützpfeiler erfolgreicher Jugendarbeit dar.

Weiterhin wird mit einer fast zweistelligen Zahl an Vereinen kooperiert, die zum einen aus der Region kommen und so an den HSV und die Stadt gebunden werden, was potenziell Identifikation schaffen kann. Regionale Jugendarbeit sorgt dafür, dass weniger Jugendliche für ihren Traum einer Profi-Karriere aus dem sozialen Umfeld gerissen werden. Aber es gibt auch Kooperationen, die über die Landesgrenze reichen. Wir begrüßen die Strategie, mit anderen Vereinen zusammen zu arbeiten und empfinden eine gute und funktionierende Jugendarbeit als den Grundstein von wirtschaftlich nachhaltigem Fußball, da weniger überteuerte Spieler an die Elbe gelotst werden müssen.

Der Verein kann noch vieles im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit tun. Natürlich ist auch einiges schon passiert. So ist zum Beispiel das bargeldlose Zahlen im Stadion möglich und unnötige Transportwege können dadurch eingespart werden. Dem gegenüber haben wir immer noch Einwegplastikbecher für unsere geliebten Kaltgetränke – es ist an der Zeit, diese durch Mehrwegbecher zu ersetzen. Softgetränke könnten, wie in der Gastronomie üblich, aus einem Sirup-Wassergemisch abgefüllt werden, statt aus der 0,5 l PET-Flasche in den Einwegplastikbecher zu wandern und damit doppelten Plastikmüll zu verursachen. Die Produkte an den Verkaufsständen sollten regional sein und ein vielfältiges Angebot abdecken. Es gibt zudem wenige vegetarische oder vegane Speisen, wenn den Fans mal wieder der Magen knurrt.

Abseits vom Spieltag bieten sich natürlich weitere Möglichkeiten an, sich ökologisch nachhaltiger aufzustellen. Eine Selbstverständlichkeit sollte sein, dass der Verein Ökostrom bezieht. Vor zehn Jahren wurde unter großem Getöse eine Exklusiv-Partnerschaft mit einem Stromanbieter angekündigt. Fraglich ist aus heutiger Sicht, ob die damalige Vorgabe von 100% CO2-neutraler und atomstromfreier Energie noch umgesetzt wird. Seit dem Wechsel zu einem anderen Ökostrom-Anbieter vor acht Jahren ist mittlerweile unklar, woher die heute benötigte Energie eigentlich stammt und von wem sie bezogen wird. Am Stadiongelände bieten sich an einigen Bereichen, vor allem auf der Sonnenseite, die Installation von Solarzellen an, um Strom über den Eigenbedarf hinaus zu produzieren. Der Volkspark als Hamburgs größte Grünfläche liegt direkt vor den Stadiontoren und wäre ideal für umweltbezogene Projekte. Bei den Dienstwagen sollte auf E-Mobilität gesetzt werden, dazu würden entsprechende Anreize für die Spieler das Ganze abrunden. Fahrten zu den Auswärtsspielen sollten bevorzugt mit der Bahn oder anderer umweltfreundlicher Mobilität unternommen und auf das Flugzeug verzichtet werden. Auch hier war der HSV schon vor 10 Jahren auf gutem Wege und darum bemüht, klimaneutrale Auswärtsreisen zu bestreiten. Seitdem scheint außer Stillstand oder gar Rückschritten nicht viel geschehen zu sein. Trikots und weiteres Merchandise sollten unter humanitären Bedingungen und klimaneutral hergestellt werden.

Genauso muss sich die Fanszene diesem Thema öffnen und dafür Sorge tragen, dass die HSV-Gemeinschaft an Spieltagen auf ihre Umwelt achtet. Möglichkeiten wären hier, Getränke aus Glasflaschen zu bevorzugen, bei Auswärtsspielen für die hinterlegten Kilometer ein Beitrag für ein CO2 neutrales Projekt zu spenden oder den Müll entsprechend in Mülleimer zu entsorgen und nicht auf der Grünfläche eines Rastplatzes. Bei der Auswahl des Anbieters von Merchandise Produkten sollte darauf geachtet werden, dass wir dieselben Kriterien erfüllen, wie wir sie vom Verein erwarten.

Diese Veränderungen können dazu beitragen, das Image des HSV, welches in den letzten Jahren nicht immer eine positive Entwicklung genommen hat, wieder in ein besseres Licht zu rücken. Ein positiveres Gesamtbild würde die HSV-Familie wieder enger zusammenwachsen lassen, genauso wie der HSV sich so wieder attraktiver für potenzielle Sponsoren macht. Wichtig wäre uns dabei insgesamt eine sachliche Kommunikation der dahin gehenden Aktivitäten des Vereins. Aktivitäten mit dem Ziel des nachhaltigen Wirtschaftens und mehr Nachhaltigkeit sind für uns wichtig, doch wollen wir uns nicht – wie speziell einige Vereine es sehr intensiv tun – damit profilieren und vermarkten. Die Aktivitäten sollten vielmehr ein großes weiteres Puzzlestück sein, um unseren Verein wieder nahbarer und identifikationsstiftender zu machen. Anschließend daran würden wir eine Nachhaltigkeitszertifizierung, der wir dann hoffentlich gewappnet sind, begrüßen.

Uns ist bewusst, dass nicht alle diese Punkte von heute auf morgen und auf einen Schlag umgesetzt werden können. Wir halten es trotzdem für den Erhalt unseres HSV für unfassbar wichtig, dass sich auch diesen Themen geöffnet wird und freuen uns über jeden Schritt in die richtige Richtung.

Förderkreis Nordtribüne e.V. im November 2020

 

Der HSV im November 2020 – Eine Bestandsaufnahme

Moin Nordtribüne,

in den letzten Wochen und Monaten hat sich der HSV-Kosmos mal wieder in einem wahnsinnigen Tempo gedreht. Wir spielen mittlerweile zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren in der Europa League und gelten in der kommenden Saison als Geheimfavorit auf einen Champions-League Platz.

An Stammtischen und in Talkrunden wird der HSV sogar als Meisterkandidat hinter den großen Favoriten aus Dortmund und München gehandelt. Dass eine solche Entwicklung möglich ist, das hätte wohl niemand für realisierbar gehalten.

Erfreuliches gibt es auch aus finanzieller Sicht zu vermelden: der Schuldenberg vergangener Tage wurde erfolgreich abgetragen und jedes Jahr wird ein neuer Umsatzrekord erreicht. Abgesandte großer und internationaler Firmen stehen bereits seit Monaten Schlange vor der Geschäftsstelle und hoffen ein Sponsoring-Engagement zu ergattern. Die Strahlkraft des HSV scheint wieder hell im Wirtschaftskosmos und man darf gespannt sein, welcher Big Player als nächstes den gemeinsamen Erfolgsweg mit dem HSV einschlagen wird.

In der aktuellen Länderspielpause entsandte der HSV ein Drittel des aktuellen Kaders an die entsprechenden Nationalverbände. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass ein Teil dieser Nationalspieler im Nachwuchsleistungszentrum des HSV ausgebildet wurde. Diese exzellente Jugendarbeit brachte viele Talente hervor und man blickt gespannt auf den Campus, wo sich bereits die nächste Generation an Wunderkindern auf den Weg in den HSV-Kader macht. Vorbei sind die Zeiten, in denen man Altstars den Weg zur Rente durch exorbitante Verträge verschönerte oder sich bei ablösefreien Spielern aus der zweiten Bundesliga bedienen musste.

So oder so ähnlich würde wahrscheinlich die alternative Realität in den kühnen Wunschvorstellungen vieler HSV-Fans aussehen.

Diese alternative Realität dient als Einführung in eine Reihe von drei verschiedenen Texten, die euch in den nächsten Wochen erwarten und die das Ziel verfolgen, die aktuelle Situation rund um den HSV im Jahr 2020 zu reflektieren. Wir wollen als Förderkreis Nordtribüne e. V. die aktuelle „fußballfreie“ Zeit nutzen und versuchen, die derzeitigen Entwicklungen kritisch einzuordnen und unsere Positionen zu verdeutlichen.

Denn eines ist offenkundig: Die Gegenwart sieht anders aus. Der HSV spielt im dritten Jahr in Folge in der zweiten Liga, weit entfernt von den Top-Mannschaften der Bundesliga und dem internationalen Wettbewerb. Zudem plagen den HSV Verbindlichkeiten in Millionenhöhe und man wird dieses Jahr aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie das höchste Defizit der Vereinsgeschichte erreichen.

Vor wenigen Wochen wurde mit einem Hochglanz-PR-Akt ein Deal mit der Stadt Hamburg bekannt gegeben. Offizieller Anlass: Die anstehende Modernisierung des Stadiongeländes zur EM im Jahr 2024. Es bedarf nicht viel Fantasie um festzustellen, dass die Erträge dieses Deals sicherlich auch in andere Kanäle fließen werden. Um das jedoch richtig einschätzen zu können, fehlt die Transparenz. Diese Transparenz wird uns HSV-Fans leider vorenthalten. Zu groß der derzeitige Abstand zwischen uns und dem Verein. Auch der am 13.11.2020 veröffentlichte Jahresabschluss (zum 30. Juni 2020) hinterlässt mehr offene, als geklärte Fragen – eine offene und transparente Kommunikation in Anbetracht der ungewissen Zukunft muss hier zwingend erfolgen.

Ungewöhnlich unaufgeregt und professionell gestaltete sich die Suche nach einem neuen (Trikot-)Hauptsponsor, nachdem der jahrelange Partner Emirates den Vertrag nach dem erneuten Verpassen des Aufstieges aufgelöst hatte. Mit dem nordrhein-westfälischen Unternehmen Orthomol, spezialisiert auf die Herstellung von Nahrungsergänzungsmittel, wurde doch noch pünktlich zum Saisonstart ein Sponsor gefunden. Selbstverständlich wurde voller Stolz auf das Finanzvolumen des neuen Deals geblickt: Nach inoffiziellen Angaben zahlt das Familienunternehmen rund zwei Millionen Euro jährlich – eine Steigerung von rund 600.000 EUR im Vergleich zum vorherigen Emirates-Deal. Ein wichtiger Eckpfeiler zur Grundfinanzierung laufender Kosten wurde somit pünktlich zum Saisonstart gesetzt.

Nichtsdestotrotz ist es ein offenes Geheimnis, dass die finanzielle Situation Anlass zur Sorge gibt. Das beinahe gesamte Wegbrechen der Einnahmen aus dem Ticketing, Gehaltsstrukturen aus der „Vor-Corona-Zeit“ und die diffuse und nicht kalkulierbare Ertragsbildung zukünftiger Einnahmen sind nur Beispiele einer großen Gesamtsorge, dass der HSV ein Finanzproblem hat.

Das ist selbstverständlich nicht nur beim HSV so. In diversen anderen Städten haben die Vereine ähnliche, zum Teil sogar gravierendere Herausforderungen zu meistern. Der Fußball hat ein Gesamtproblem. Planungen, die das erfolgreiche Abschneiden in der kommenden Saison voraussetzen, sind an der Tagesordnung. Hohe Verschuldungen und Mäzene als Heilsbringer auch. Während es also momentan vielerorts nicht rosig aussieht, sollten wir dennoch zunächst vor unserer eigenen Haustür kehren. Die finanzielle Situation im November 2020 beim HSV ist katastrophal. Hier muss vom Verein eine ehrliche Kommunikation erfolgen. Es wird ein Drahtseilakt, innerhalb der bestehenden Strukturen für finanzielle Entlastung zu sorgen. Aussicht auf Erfolg? Ungewiss.

Sportlich startete das Team bekannt dilettantisch in die neue Spielzeit. Das Spiel vor ungewohnter Kulisse in der sächsischen Landeshauptstadt trieb bereits die ersten Sorgenfalten in zahlreiche Gesichter der Verantwortlichen und Fans, ehe mit einem soliden Auftaktsieg gegen den Bundesliga-Absteiger aus Düsseldorf die erste Mini-Krise abgewendet werden konnte. Es folgte ein für den HSV fast schon typisches Chaos-Spiel mit einem Happy End in Paderborn, ehe Corona das erste Ausrufezeichen setzte: Spielabsage gegen Erzgebirge Aue. Nach teils sehr überzeugenden Auftritten in den Folgespielen, war das Derby ein deutlicher Rückschlag, auch wenn Einsatz und Aufopferungsbereitschaft der Mannschaft im Gegensatz zu den Derbys davor gestimmt haben. Gegen Holstein Kiel zeigte sich der klassische Zweitliga-HSV: Führen bis kurz vor Schluss und dann das Spiel aus der Hand geben.

Ein interessanter Kader stellt sich der Herausforderung, das dritte Jahr in der zweithöchsten deutschen Spielklasse anzutreten. Die Erwartungshaltung könnte man irgendwo zwischen souveränem Aufstieg als Tabellenführer und hoffnungslosem Pessimismus einordnen. Mit Daniel Thioune wurde ein Trainer verpflichtet, der durch sein ruhiges Auftreten, sachlich-fachlicher Kompetenz und taktischer Variabilität den Kader durch die Saison 2020/21 führen soll. In den ersten Monaten konnten diese Fähigkeiten grundsätzlich bestätigt werden. Selbstverständlich ist es viel zu früh, hier ein Urteil oder Fazit zu ziehen. Die ersten Wochen versprachen aber bereits eines: Langweilig wird es sicherlich nicht werden.

Langeweile findet man aktuell dort, wo man sie an Spieltagen nie vermutet hätte: Auf den Tribünen in den Stadien. Dort, wo wir mit Freundinnen und Freunden, Bekannten und völlig Fremden Schulter an Schulter standen, ekstatische Siege feierten, bittere Niederlagen erlebten, Bierduschen ausbadeten, auswichen und verteilten – dort ist es aktuell still geworden. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wann der Tag kommen wird, an dem wir unseren Verein wieder im Stadion zu Höchstleistungen anfeuern können. Die Covid-19-Pandemie wird uns noch länger begleiten. Wir haben Verständnis für diejenigen, die sich durch das egoistische Verhalten der Verbände noch ein Stück weiter vom Profifußball entfernt haben. Wir rufen alle HSV-Fans auf, sich solidarisch mit den Menschen zu verhalten, die durch die Pandemie in Krisen geraten sind.

Dennoch wollen wir die “freie Zeit“ nutzen, um einen Selbstreflektionsprozess zu starten und uns zu fragen, wo der HSV aktuell steht. Die sportliche Situation derzeit erfreut uns. Allerdings sollten wir uns davon nicht blenden und vor allem nicht ablenken lassen. Denn es ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt. Es gibt immer noch viele Fragen rund um unseren HSV. Gibt es Wege aus der aktuellen Situation? Inwiefern ist nachhaltiges Wirtschaften möglich? Wie soll sich das Unternehmen HSV Fußball AG in Zukunft aufstellen? Auf welche Zugpferde wird dabei gesetzt? Wie gehen wir als Fans mit Investoren um und was fordern wir hier vom HSV? Inwiefern nimmt dieser seine gesellschaftliche Verantwortung war? Wir wollen nicht immer nur gegen den Verein argumentieren, aber da unsere Finger in die Wunde legen, wo es nötig ist.

Angelehnt an die Kampagne „Zukunft Profifußball“ werden wir hier die nächsten drei Dienstage unsere Texte über den HSV zu folgenden Themen veröffentlichen:

24.11.20: Nachhaltiges Wirtschaften

01.12.20: Einfluss von Investoren

08.12.20: Gesellschaftliche Verantwortung

Die aktuelle Diskussion, welchen Fußball wir wollen, muss auch beim HSV geführt werden – mit allen Fans, in allen Gremien, auf der Tribüne und im Verein. Lasst uns gemeinsam einen Blick über den Tellerrand werfen.

Für eine bunte, laute und kritische Kurve – Für den HSV.

Förderkreis Nordtribüne e.V. im November 2020

 

Solidaraktion des HSV und der Fanszene

Moin HSV-Fans,

bedingt durch die neuesten Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19 Pandemie hat sich die aktuelle Lage weiter verschärft und die Zeiten sind rauer denn je.

Viele selbstständige HSV-Fans sind mit ihren Unternehmen von den pandemiebedingten Einschränkungen betroffen und benötigen in dieser Ausnahmesituation unsere Solidarität.

So trifft es Hamburger Unternehmer, wie Gastronomen, Kioskbetreiber oder Kneipenwirte, ohne die unser Alltag oder der geliebte Stadionbesuch nicht vorstellbar wäre.

Deshalb möchten wir als HSV-Familie noch näher zusammenrücken und an die „HSVer für Hamburg“-Aktion im Mai diesen Jahres anknüpfen.

Dazu wurde von unserer Fanszene in Zusammenarbeit mit dem HSV ein T-Shirt erstellt, welches ab sofort im Onlineshop des HSV vertrieben wird.

Das T-Shirt ist dort für 18,87€ zu erwerben. Der gesamte Gewinn wird zu 100 Prozent an betroffene HSV-Fans gespendet.

Seid ihr mit eurem Unternehmen eng mit der HSV-Familie verwurzelt und habt unter pandemiebedingtem finanziellen Druck zu leiden? Dann meldet euch bitte unter Fankultur@HSV.de und wir werden schauen, wie wir euch mit den uns gegeben Möglichkeiten unterstützen können, um diese harte Zeit gemeinsam durchzustehen.

Jedes Shirt hilft! Stattet euch und euer Umfeld mit Shirts aus, zeigt euch solidarisch und bekennt Farbe für unsere Stadt und unseren Verein!

Für einen bedingungslosen Zusammenhalt in schweren Zeiten.

HSVer für Hamburg