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Statement von Football Supporters Europe gegen eine europäische Super League

 

Klub-WM, Super Champions League, European Premier Leaguer, Super League – dafür, dass in Zukunft die reichsten Vereine in einer geschlossenen Liga gegeneinander spielen, gibt es verschiedene Namen und Pläne. In diesen Tagen wird vor allem die sogenannte Super League diskutiert, ein Modell aus 20 europäischen Top-Vereinen, wobei 15 dieser Vereine von Beginn an gesetzt sind. Die Chance oder die Gefahr auf- oder abzusteigen und die Möglichkeit sich für Europa zu qualifizieren, zeichnen das Ligasystem des Fußballs aus. Wir sind nun aktuell von einer Europateilnahme so weit entfernt wie noch nie, unser Gewinn des Europokals der Landesmeister 1983 ist lange her. Wir sind realistisch, und dennoch können wir träumen, weil unser Ligasystem Träume zulässt.

Schon heute ist der nationale Wettbewerb durch die Einnahmen aus der Champions League einseitig und langweilig geworden. Wer würde denn ernsthaft wetten, dass der nächste deutsche Meister nicht FC Bayern heißt. Eine Super League verschärft dieses Problem und würde unvorstellbare Einnahmen für die teilnehmenden Vereine bedeuten und den nationalen Wettbewerb noch unattraktiver machen.

Ja, auch wir wollen Veränderungen im Fußball. Aber wir wollen Veränderungen, die von der Basis, den Fans, ausgehen, und nicht von Investoren und Funktionären. Dass die FIFA sich offiziell gegen eine Einführung der Super League ausgesprochen hat und inoffizielle Stimmen berichten, dass sie selber an Plänen beteiligt ist, zeigt das wahre Gesicht des Projekts: Es geht hier nicht darum, den Fußball attraktiver und besser zu machen, sondern darum, dass einige wenige Männer mehr Geld an ihm verdienen.

Wir sind gegen einen Fußball, von dem nur einige wenige profitieren, wir sind für einen Fußball für Alle. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg – die Super League ist kein Teil davon!

 

Mehr dazu findet ihr HIER im Statement von FSE.

Statement des Netzwerkes Erinnerungsarbeit über die Partei „Der III. Weg“

 

Nachfolgend dokumentieren wir das Statement des Netzwerkes Erinnerungsarbeit zu der Interviewreihe der rechtsextremistischen Kleinpartei „Der III. Weg“.

„Stimmen der Kurve“? – Nazi-Propaganda bleibt Nazi-Propaganda

Seit Mitte Oktober veröffentlicht die neonazistische Partei „Der III. Weg“ auf ihrer Homepage eine Interviewreihe mit dem Titel „Stimmen der Kurve“. In dieser Reihe interviewt die Partei (vermeintliche) Personen aus unterschiedlichen Fußballfanszenen zur Situation in ihrer jeweiligen Szene und zu ihren persönlichen Einschätzungen über rechte Einflussnahme im Fußball. Nachdem bisher Interviews mit Personen aus Bremen, Magdeburg, Stuttgart, Kaiserslautern, Braunschweig, Halle, Berlin, Magdeburg, Chemnitz und von Dynamo Kiew veröffentlicht wurden, lud die Neonazi-Partei am letzten Freitag (22.01.2021) ein Interview über die HSV-Fanszene hoch. Wie in allen bisherigen Interviews beklagt sich der interviewte „Frank“ unter anderem über das Zurückdrängen rechter Strukturen in seiner Szene. Wir wollen diesen Versuch einer rechten Organisation, im Fußball Fuß zu fassen und dabei unseren HSV für ihre Zwecke zu missbrauchen, nicht unkommentiert lassen und diese Interviewreihe als das benennen, was es ist: Nazi-Propaganda.

Die Partei „Der III. Weg“ gründete sich im September 2018 in Süddeutschland. An der Gründung waren vor allem ehemalige NPD-Funktionäre sowie Teile des ein Jahr später verbotenen „Freies Netz Süd“, einem Netzwerk von freien Kameradschaften in Bayern, beteiligt. Die Partei ist bisher vor allem in Süd- und Ostdeutschland aktiv. Die Mitglieder verstehen sich selbst mehr als militante Nazi-Elite, denn als Nazi-Partei, die möglichst viele Mitglieder und Stimmen von Wähler:innen gewinnen will. Ihre Positionen sind rassistisch, völkisch und antisemitisch. Die parteiinterne „Arbeitsgruppe Körper & Geist“ bietet vor allem Kampfsporttrainings an. Bisher konnte „Der III. Weg“ in Hamburg noch nicht Fuß fassen, auch wenn es sicherlich in Zukunft Versuche geben wird, die Strukturen auch auf Norddeutschland auszuweiten. Hier gilt es wachsam zu sein und diese Handlungsspielräume immer und überall möglichst klein zu halten.

Nachdem der bayerische Fußballverein Türkgücü München 2019 in die dritte Liga aufstieg, gab es gegen den Verein immer wieder Proteste von rechts. Vor allem „Der III. Weg“ positionierte sich mit seiner „Türkgücü München nicht willkommen“-Kampagne und etlichen Aufklebern sowie dem Zeigen von Bannern in Städten, in denen Türkgücü danach gespielt hat, deutlich. So scheint der Aufstieg von Türkgücü München für die Neonazi-Partei Anstoß gewesen zu sein, sich vermehrt mit dem Thema Fußball auseinanderzusetzen. Dabei gehen sie der Frage nach, ob die von rechts bisher propagierte Aussage „Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik“ überholt sei und sie fordern, „den Kampf um die Kurven“ zu führen. Auch wenn in vielen Fußballstandorten rechte Akteur:innen immer weniger offensiv auftreten können, sind deren Netzwerke im Fußball bis heute aktiv und reaktivierbar. Dies haben Demonstrationen wie HoGeSa in Köln im Oktober 2015, die Ausschreitungen in Chemnitz im August 2018 oder die Corona-Proteste wie im November 2020 in Leipzig deutlich gezeigt.

Wie ist die rechte Einflussnahme beim HSV einzuschätzen? Unsere Fanszene war in den 1980/1990er Jahren stark von rechtsoffenen bis rechten Positionen geprägt. Rassistische und antisemitische Äußerungen waren normal. Im Jahr 1985 waren rechte HSV-Fans an den Morden an Mehmet Kaymakcı (erschlagen in der Nacht vom 24. Juli zum 25. Juli in Hamburg-Langenhorn) und Ramazan Avcı (angegriffen am 21.12. in Hamburg-Eilbek, drei Tage später im Krankenhaus gestorben) beteiligt. Diese Morde sind in unserer Fanszene bis heute nicht aufgearbeitet worden. Trotzdem gibt es positive Veränderungen festzustellen: Immer mehr Gruppen und Fans positionierten sich gegen rechts und setzen sich für einen Fußball ein, der offen für alle ist, egal wo man herkommt, wen man liebt oder wie man aussieht. Allerdings sind die Nordtribüne und unser Verein groß und klar ist auch, dass es dort weiterhin Leute gibt, die rassistische oder anders diskriminierende Positionen teilen. Deswegen gilt es für alle HSV-Fans weiterhin wachsam zu sein – gerade auch in Zeiten geschlossener Stadien – und uns gegen solche plumpen Versuche, den Fußball und unseren HSV für rechte Propaganda zu missbrauchen, zu wehren.

Wir, der Förderkreis Nordtribüne e.V., stehen voll und ganz hinter dem Statement des Netzwerkes Erinnerungsarbeit. Auf unserer Tribüne ist kein Platz für rechtes Gedankengut!

Für eine bunte, laute und vielfältige Nordtribüne!

Quo Vadis HSV?

 

Offene Fragen zu der derzeitigen Situation

Moin HSV-Fans,

in den letzten Tagen ist ein schon länger schwelender Streit im HSV e.V. augenscheinlich eskaliert. Zu unserem Bedauern wurde offensichtlich nicht aus der Vergangenheit gelernt, sondern in alte Muster verfallen und der Konflikt auch über die Medien ausgetragen.

Der Streit gipfelte in einem Abwahlantrag gegen Thomas Schulz, dem alle Gremien des HSV zustimmten. In einem Begründungsschreiben der Gremien werden schwere Vorwürfe gegen Thomas Schulz erhoben, ohne diese nachvollziehbar zu begründen.

Wir streben einen HSV an, in dem sich an Inhalten, Werten sowie Zielen orientiert, in der Sache hart und im Umgang fair debattiert wird – zum Wohle des Vereins. Öffentliche Diffamierungen, medial skizzierte Horrorszenarien, Rundmails mit sensiblen Daten und rückwärtsgewandte Verhaltensmuster haben in einer solchen Kultur keinen Platz. Trotz unterschiedlicher Meinungen und Bestrebungen müssen konstruktive Debatten möglich sein. Daher haben wir die uns bekannten Fakten und offene Fragen zusammengefasst, um eine sachliche Diskussion anzuregen.

 

Wir wissen, dass…:

 

  • …bei einigen Fragen, insb. bei der Besetzung der freien Aufsichtsratssitze, Uneinigkeit im Präsidium herrscht. Im Präsidium hat jeder eine Stimme. Das Mandat wurde dem Präsidium direkt von der Mitgliedschaft zugesprochen. In Streitfragen ist Marcell Jansen dem Vernehmen nach 1:2 seinen Vizepräsidenten unterlegen.

 

  • …Marcell Jansen den Kontakt zur Presse sucht. In dem großen Abendblatt-Artikel vom 12.01.2021 greift er Thomas Schulz direkt und hart an. Durch diesen Bericht ist der Streit öffentlich eskaliert und hat auf einem viel höheren Level als zuvor Wellen geschlagen.

 

  • …Thomas Schulz und Moritz Schaefer zu dem erwähnten Abendblatt-Artikel nicht beigetragen haben.

 

  • …Pressevertreter mehrere Stunden vor den Vereinsmitgliedern über den Abwahlantrag informiert waren.

 

  • …die Akteure im Lager der Unterzeichner und Unterstützer des Abwahlantrags auf vielfältige Weise miteinander verbunden sind. So treten bei mehreren Personen Ämterhäufungen auf. Eine zu große Nähe zwischen Kontrollierenden und Kontrollierten ist potenziell gefährlich, da dies das System der „Checks and Balances“, wie es in der Satzung und im Aktiengesetz vorgesehen ist, untergraben kann.

 

  • …der Beirat, anders als das Präsidium, nur zum Teil direkt von den Mitgliedern legitimiert ist. Er soll vornehmlich die Integrität des HSV nach innen und außen wahren.

 

Wir wissen nicht…:

 

  • …warum der Beirat von sechs Kandidatinnen und Kandidaten, die das Präsidium diskutierte, vier nicht und somit nur genau die Anzahl zur Wahl zuließ, die den nachzubesetzenden Posten entspricht.

 

  • …ob der Beirat irgendwelche objektiven Kriterien bei der Beurteilung der Kandidatinnen und Kandidaten angelegt hat.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand muss davon ausgegangen werden, dass die Entscheidung des Beirats vereinspolitisch motiviert war und dass es keine tatsächlichen Gründe in den Personen der übrigen Kandidatinnen und Kandidaten gab, die rechtfertigen würden, dass der Beirat auf eine solch massive Weise in die Rechte des Präsidiums eingegriffen hat.

 

  • …ob die Anschuldigungen in dem Brief des Ehrenrates an die Mitglieder bzgl. der Person Thomas Schulz zutreffend sind.

 

  • …ob Thomas Schulz und/oder Moritz Schaefer Informationen an die Presse weitergegeben haben.

 

  • …warum die Eskalation zum jetzigen Zeitpunkt herbeigeführt wurde, obwohl der Konflikt schon seit Langem schwelt. Dass dies in zeitlicher Nähe zur Hauptversammlung der HSV Fußball AG geschieht, bei der Posten entgegen des Willens von Marcell Jansen und des Beirates besetzt werden könnten, hat zumindest einen faden Beigeschmack und wirkt, als ob die Postenvergabe und nicht Schwierigkeiten in der täglichen Zusammenarbeit ein großer Faktor wäre.

 

  • …wie der HSV die außerordentliche Mitgliederversammlung satzungskonform durchführen möchte. Zudem wissen wir nicht, welche Kosten diese einzigartige Versammlung mit einem einzigen Antrag nach sich zieht. In Anbetracht dessen, dass in nur wenigen Wochen/Monaten eine ordentliche Mitgliederversammlung ansteht, stellen wir uns die Frage der Verhältnismäßigkeit.

 

 

  • …wie die tatsächliche finanzielle Lage ist. Aus einem Statement eines Mitglieds der derzeitigen SC-Führung ist herauszulesen, dass mindestens eine Insolvenz seit der Ausgliederung abgewendet werden musste. Uns ist diese Information neu. Wir halten an der Forderung aus unseren Texten vom Jahresende 2020 fest, dass der Mitgliedschaft eine realistische Einschätzung der vergangenen und derzeitigen finanziellen Lage zugänglich gemacht werden muss.

 

 

Wir wünschen uns für die Mitgliedschaft und innerhalb der Gremien eine Diskussion, wie wir den HSV in Zukunft professionell, werteorientiert und erfolgreich aufstellen können. Wir würden uns freuen, wenn die hier im November und Dezember veröffentlichten Texte im Rahmen des Selbstreflexionsprozesses als Denkanstoß genutzt werden. Die beschriebenen Kriterien Transparenz, Partizipation, Diversität, Unabhängigkeit, Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften sollten dabei eine elementare Rolle spielen.

Öffentlich ausgetragene Schlachten um Personalien und Posten mögen kurzfristig einzelnen Personen Vorteile bringen, doch keinesfalls dem HSV.

Sollten die Gremien des HSV hinsichtlich der offenen Fragen mit substanziellen Informationen Licht ins Dunkel bringen, werden wir diese selbstverständlich ergänzen.

 

Förderkreis Nordtribüne e.V. im Januar 2021

 

Statement zu der Personalie Bakery Jatta

Und täglich grüßt das Murmeltier: Nach vier Pflichtspielsiegen in Folge und zwei überragenden Partien von Bakery Jatta, meldet sich auch der Springer-Konzern mal wieder zu Wort. Wir erinnern uns: Nach dem hoffnungslosen Versuch, Bakery im Sommer 2019 eine Schein-Identität samt falschen Altersangaben anzudichten, wurde das damalige Verfahren des Bezirksamtes Hamburg-Mitte zügig eingestellt, mangels handfester Beweise. Ein erneuter Anlauf der unheilvollen Allianz aus BILD und Staatsanwaltschaft fand dann im Juli 2020 statt, als eine Razzia in Bakerys Wohnung, unter frühmorgendlicher Begleitung eines BILD-Papparazzo stattfand. Die Auswertung der hier beschlagnahmten Geräte ergab: Nichts.

Nun der neueste Streich: Mithilfe von Gesichtsabgleichen verschiedener Fotos und Videos von Bewegungsabläufen, soll das Institut für Biologische Anthropologie des Universitätsklinikums Freiburg nachweisen, dass Bakery Jatta unter falscher Identität nach Deutschland gekommen ist. Zufälligerweise erreichte auch diese Exklusivmeldung als erstes die BILD-Familie. Dort wird diese, in alter Tradition, von der Sport Bild als Hintergrundstory veröffentlicht und von der BILD-Zeitung entsprechend beworben.[1] Damit haben alle Beteiligten, was sie wollen: Die Sport Bild mehr Aufmerksamkeit gegen ihre seit Jahren sinkende Auflage[2] und die BILD-Reporter aus dem HSV-Umfeld ihre Ruhe. Schließlich haben nicht sie selbst die Hetzkampagne erneut entfacht, sondern nur auf die Arbeit der Kollegen verwiesen. Soweit, so unangenehm.

Fernab der Arbeit von BILD, die in ihrem ganzen Wesen auf Hetze und Alltagsrassismus fußt, stellt sich die Frage, warum und wie sich ein universitäres Forschungsinstitut daran beteiligen kann, solche haltlosen Behauptungen auch noch „wissenschaftlich“ zu stützen. Ein Institut, das einer Universität angehört, zu deren Leitbild unter anderem „Humanismus“ und die „gesellschaftliche Aufgabe im Spannungsfeld von Fortschritt, Freiheit und Verantwortung“ steht.[3] Zunächst einmal gilt das Institut für Biologische Anthropologie als bundesweit renommiert im Bereich der Gesichtsrekonstruktion und ist als solches auch medial sehr präsent. Ob die Feststellung der Identität von Gestorbenen[4] oder die Ermittlung von potenziellen Mördern: Die Forschenden sind gefragt, wenn es um Rückschlüsse von körperlichen Merkmalen auf Alter oder Identität geht. Dass das Institut diese Expertise nun allerdings dafür zur Verfügung stellt, bloße Behauptungen einer Boulevardzeitung zu stützen, die seit zwei Jahren jeglichen stichhaltigen Beweis für diese schuldig geblieben ist, lässt an der Seriosität des Instituts durchaus zweifeln. Auch wenn die Untersuchung im Auftrag des Landeskriminalamtes geschehen ist, lässt sich die Frage nicht vermeiden, wie humanistische Werte damit zu vereinbaren sein sollen, einen geflüchteten Menschen anhand einfachster Bewegungsabläufe der Lüge und des Betrugs zu bezichtigen. Der Artikel gibt, BILD-getreu, wenig Aufschluss darüber, welches Bildmaterial verwendet wird. Die zwei im Artikel dargestellten „identischen“ Jubelposen von Bakery Jatta und Bakery Daffeh als vermeintliche Beweise sind dabei an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Sollten ähnliche Aufnahmen die Grundlage für die Datenquellen des Instituts darstellen, ist es um die deutsche Forschung außerhalb von Corona-Impfstoffen nicht sonderlich gut bestellt. Eine vermeintliche Erfolgsquote von 98 % eines ersten LKA- Gutachtens vermeldet der Artikel dennoch stolz.

Dies führt zu einem weiteren, strukturellen Problem der Gesichtserkennung, insbesondere wenn sich diese auf digitale Bilder stützt: Rassismus. Moderne Programme erstellen zur Erkennung sog. Templates mithilfe eines Gitternetzes. Eine Software scannt das Material und sucht nach menschlichen Merkmalen wie Auge, Nase und Mund. In einem zweiten Schritt können dann die Gesichter bestimmten Personen zugeordnet werden. Dazu misst das Programm zum Beispiel Abstände zwischen einzelnen Gesichtsmerkmalen. Auch Sicherheitsbehörden greifen zunehmend auf eine solche Gesichtserkennungssoftware zurück, oft mithilfe von Profilfotos aus sozialen Netzwerken.

Neben Bedenken über tiefgreifende Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte steht die Technik vor allem für ihre Fehleranfälligkeit zur Diskussion. Die Gesichtserkennung der Londoner Polizei verursachte zu 80% Fehlerkennungen, der US-Konzern IBM zieht sich aufgrund dieser Anfälligkeiten ganz aus dem Geschäft zurück und in San Francisco sind entsprechende Anwendungen bereits verboten. Auffällig war und ist überall, dass vor allem Personen falsch zugeordnet werden, die nicht weiß sind.[5] Dies liegt insbesondere daran, dass wir täglich noch mit rassistischen Denkweisen konfrontiert werden und auch Programmierer und Programmiererinnen sich von diesen nicht vollständig freimachen können. So leben Racial Profiling und Vorurteile auch über die Alltagsmethoden der Polizei hinaus in Algorithmen und Softwares fort.

Vielleicht wäre es daher ratsam für Behörden und vor allem für Forschende, sich und die eigenen Methoden zu hinterfragen und auf rassistische Muster zu überprüfen. Als weißes Forschungsinstitut mithilfe nicht ausgereifter, rassistischer Techniken Nicht-Weiße Menschen zu analysieren, damit diesen eine andere Identität zugeordnet werden kann, liegt sicherlich nicht im Sinne der steuerzahlenden Allgemeinheit. Vielmehr liegt diese Arbeit im Interesse der BILD-Gruppe, die einmal mehr Skandale schaffen will, wo keine sind und dabei in Kauf nimmt, dass Menschen öffentlich angeprangert und psychisch verletzt werden. Und sie liegt im Interesse rassistisch geprägter Behördenarbeit, die sich, von BILD-Schlagzeilen angestachelt, an jeden noch so kleinen Strohhalm klammert, um besorgte Bürger wieder beruhigt schlafen lassen zu können.

Wir wollen, dass diese elendige Schmierenkampagne ein für alle Mal ein Ende hat!

 

Love Hamburg Hate Racism! Bakery – No matter what, we got your back!

 

Förderkreis Nordtribüne e.V. im Januar 2021

 

 

 

 

[1] https://www.spox.com/de/sport/fussball/zweiteliga/2101/Artikel/bakery-jatta-universitaet-freiburg-prueft-offenbar-bewegungsmuster.html

[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/303448/umfrage/verkaufte-auflage-der-sport-bild/

 

[3] https://uni-freiburg.de/universitaet/wp-content/uploads/sites/3/2020/09/Uni-Freiburg-Leitbild.pdf

[4] https://www.facebook.com/derspiegel/posts/10158490828969869

https://www.fr.de/panorama/verraeterische-eckzahn-11003388.html

 

[5] https://www.rnd.de/digital/rassismus-per-software-darum-ist-gesichtserkennung-in-der-praxis-problematisch-T7V2JXGEAZCNTDIGCLYO4IXX7E.html

 

Soli-Shirt-Aktion: Mehr als 76.000 € für in Not geratene Unternehmen

Mit dem Betrag, der durch den Verkauf des Soli-Shirts zusammengekommen ist, werden Hamburger Gastronomien und Unternehmen unterstützt, die unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie leiden. Mit der finanziellen Hilfe der HSV-Familie konnten Teile ihrer Einbußen aufgefangen werden.
Vor rund einem Monat hat der HSV gemeinsam mit der aktiven Fanszene mit dem Verkauf des Soli-Shirts für den guten Zweck begonnen. Der Hintergrund: Der gesamte Reinerlös aus dem T-Shirt-Verkauf sollte Kiosken, Fan-Kneipen, Gastronomien und vielen anderen selbstständigen Hamburgern mit HSV-Bezug zugutekommen, die im Zuge der Corona-Maßnahmen in wirtschaftliche Not geraten sind. Ein starkes Zeichen, das den Zusammenhalt innerhalb der HSV-Familie nochmals hervorhebt!
Umso schöner ist, dass die Aktion im Nachhinein als voller Erfolg bewertet werden kann. Mit einem Reinerlös von stolzen 76.298,40 € konnte einer Vielzahl an betroffenen Unternehmen eine finanzielle Hilfe angeboten werden. Dank der zahlreichen T-Shirt-Käufer konnten die betroffenen Unternehmen Teile der Einbußen durch die fehlenden Zuschauer bei Heimspielen und die pandemie-bedingten Maßnahmen auffangen. Einige geförderte Gastronomien nutzen die aktuelle Zeit außerdem dafür, ihre Lokalitäten für euch zu verschönern – ein Grund mehr, sich auf seine HSV-Lieblingskneipe zu freuen.
An dieser Stelle möchten sich der HSV und die aktive Fanszene bei allen Fans bedanken, die mit dem Kauf des Soli-Shirts ihren Teil zum Erfolg der Aktion beigetragen haben. Nur der HSV!

Gesellschaftliche Verantwortung beim HSV

Moin Nordtribüne,

mit dem Verlauf der Covid-19-Pandemie wurden gesamtgesellschaftliche Probleme zunehmend sichtbar. Nicht nur in Bereichen wie der Medizin oder der Bildung, sondern auch im Bereich des „Profisports Fußball“ zeigte sich, dass dort dringend Handlungsbedarf besteht. Während sich deutschlandweit große Teile der aktiven Fanszenen mit Ausbruch von Covid-19 solidarisch engagierten, indem z.B. Botengänge oder Einkaufshilfen angeboten wurden, handelten Vereine und Verbände weiterhin nur nach ihren finanziellen Eigeninteressen. Dabei sind es doch gerade die Profi-Fußballvereine, die durch ihre große Strahl- und Identifikationskraft eine besondere gesellschaftliche Verantwortung gegenüber ihren Mitgliedern und ihrer Region tragen.

Doch was meinen wir überhaupt mit dem Begriff der gesellschaftlichen Verantwortung? Gesellschaftliche Verantwortung heißt für uns, dass der HSV sich einerseits sozial, ökologisch und ökonomisch für unterschiedliche Projekte in und um Hamburg einsetzt. Andererseits muss es die Vision des Vereins sein, die Zugänge zum Fußball so zu gestalten, dass alle interessierten Menschen die Möglichkeit haben, ein Teil der HSV-Familie zu sein und sich im Kosmos des HSV wohl zu fühlen.  Denn Fußball ist für alle da! Dabei ist egal wie man aussieht, wo man herkommt, wen man liebt und woran man glaubt. So muss ein „Vielfaltsmanagement“ im Verein als essentieller Bestandteil gesellschaftlicher Verantwortungsübernahme verstanden werden.

2016 hat der HSV ein eigenes Leitbild entwickelt[1]. Gesellschaftliche Verantwortung wird in diesem erwähnt, jedoch nicht weiter konkretisiert. Die Formulierung, dass sich der Verein „klar gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus“ ausspricht, reicht nicht aus. Es müssen Ausschlussmechanismen bei Formen von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus o.ä. konkret benannt und daraus ganzheitliche Konzepte für einen vielfältigen Fußball abgeleitet werden. So wurde auf Initiative des Netzwerk Erinnerungsarbeit (Netz E) sowohl in der Stadionordnung als auch in der Satzung (angeregt von Peter Gottschalk) ein Antidiskriminierungs-Paragraph eingeführt. Als weiterer wichtiger Schritt kann die Eröffnung des Ankerplatzes durch die Fanbetreuung in der Saison 2019/2020 betrachtet werden. Fortan bietet dieser eine Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt und Diskriminierung[2]. Ein guter Anfang, der aber noch weiter mit Inhalt gefüllt und in ein ganzheitliches Konzept eingebunden werden muss. Nicht nur innerhalb der Fanszene, sondern auch innerhalb des Vereins muss ein Umdenken stattfinden. So vergibt der HSV e.V. dieses Jahr zum ersten Mal den Ehrenamtspreis und lässt aktuell online über drei verschiedene weiße männliche Kandidaten für den Preis abstimmen[3]. Wohlgemerkt: das Problem ist natürlich nicht das herausragende Engagement der drei Nominierten, das jeden Dank und jede Aufmerksamkeit verdient, oder gar deren Geschlecht und Hautfarbe. Die Nominierungen erfolgen jedoch – soweit nachvollziehbar – nicht nach objektiven Kriterien und gerade eine solche Vorgehensweise ist dafür anfällig, Menschen zu übersehen. Es ist jedenfalls schwer zu glauben, dass unter den rund 500 Ehrenamtlichen z.B. keine ebenso engagierte Frau gewesen sein soll. Zudem wird weiterhin rosafarbiges Merchandise für Frauen im HSV-Fanshop vertrieben und auch die entscheidenden Positionen in der HSV Fußball AG sind fast ausschließlich von Männern besetzt. Aktuell belegen mit Marleen Groß (Leiterin Marke & Marketing) und Marieke Pyta (Referentin des Vorstandes und CSR-Beauftragte) nur zwei Frauen eine leitende Position in der HSV Fußball AG. Der HSV sollte Maßnahmen in Betracht ziehen, Führungspositionen diverser zu besetzen, wie beispielsweise von unserer ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Katja Kraus[4] oder vom Netzwerk F_in – Frauen im Fußball gefordert[5]. Nicht nur, um die Realität der Hamburger Gesellschaft abzubilden, sondern auch als eine Maßnahme für eine erfolgreichere Zukunft. So belegen Studien, dass diverse Teams erfolgreicher arbeiten[6]. Gerade beim HSV hat uns die Vergangenheit des Aufsichtsrats gelehrt, dass die immer gleichen Charaktere (mögen sie auch immer wieder andere Namen tragen), die vornehmlich durch ihre Seilschaften und Ränkespiele sowie die Produktion ihrer selbst und ihrer Egoismen auffallen, zu keiner kritischen Begleitung des Vorstandshandelns führen. An dieser Stelle Personen mit diversen Hintergründen und verschiedenen Blickwinkeln auf das zu beaufsichtigende Handeln einzusetzen, könnte einen Teil zu der gewünschten und satzungsgemäßen konstruktiven Begleitung des Vorstandhandels beitragen.

Auch das Nachwuchsleitungszentrum (NLZ) spielt eine Rolle bei der Frage, inwiefern Profivereine wie der HSV ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen. Wir begrüßen, dass der HSV mit vielen Vereinen kooperiert (SV Eichede, Buchholzer FC, MTV Treubund Lüneburg, JFV Buxtehude, Leezener SC/SV Todesfelde, SV NA Hamburg, Käpa Helsinki und Pogon Stettin) und neben fünf hauptamtlich pädagogischen Mitarbeitenden auch einen Integrationsbeauftragten im Team hat. Das NLZ führt bei den Spielern Workshops zu den Themen durch, die durch die Lizenzierungsauflagen vorgegeben sind: Anti-Doping, Prävention von Spiel- und Wettmanipulation, Anti-Rassismus und Kinderschutz. Die Workshops zum Kinderschutzkonzept bzw. der Prävention sexualisierter Gewalt werden auch von den Übungsleitenden absolviert. Bei dem Thema kooperiert der HSV mit der Fachberatungsstelle Zündfunke e.V.[7] Außerdem vermittelt der HSV den Spielern und zugehörigen Eltern, dass eine weitere Ausbildung neben dem Fußball wichtig ist, da die Chancen sehr klein sind, Profi zu werden. Auch soll ihnen vermittelt werden, dass es sich erst empfiehlt einen Berater zu beschäftigen, wenn die Möglichkeit des Eintritts in den Profibereich tatsächlich existent ist. Nichtsdestotrotz geht es auch im NLZ des HSV am Ende mehr um finanzielle Interessen als darum, gesellschaftlicher Verantwortung nachzukommen. So werden die männlichen Jugendlichen fallen gelassen, die es nicht schaffen und Frauen werden im NLZ erst gar nicht betreut, da ihre Ausbildung – Stand jetzt – als nicht gewinnbringend eingeschätzt wird.

Damit gesellschaftliche Verantwortung nicht nur Symbolpolitik bleibt, muss sie also auch ganzheitlich in allen Bereichen (vor-)gelebt werden. Ein weiteres Beispiel ist Homophobie: Das Flaggen von Regenbogenfahnen und eine dazugehörige Stellungnahme anlässlich der Pride Week 2020 begrüßen wir.[8] Damit diese Aktion auch wirkt, muss sie in ein ganzheitliches Konzept eingebunden werden, welches eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema voraussetzt – beispielsweise durch das Einbeziehen von Menschen, die von Homophobie betroffen sind, durch vereinsinterne Schulungen, Veranstaltungen zum Umgang mit LBGTIQ-Feindlichkeit und der Aufarbeitung von homophoben Geschehnissen in der Vergangenheit. Dass der HSV sich klar gegen jede Form von Diskriminierung und damit auch Homophobie stellt, ist Teil seines Leitbildes.

Nicht nur vom Verein selbst, sondern auch von möglichen Geldgebern erwarten wir, dass diese mit dem Leitbild des HSV vertraut sind und sich mit diesem auch identifizieren können. Wenn es um das Thema Investoren beim HSV geht, fällt als allererstes der Name von Klaus-Michael Kühne. Seit Beginn seines Anteilserwerbs an der HSV Fußball AG wird dieser von weiten Teilen der Hamburger Fanlandschaft kritisiert. Den wirtschaftlichen Part wollen wir jedoch in diesem Text ausklammern, da er bereits im vorherigen Text umfassend diskutiert wurde. Wir möchten einen Blick auf das Verhalten Kühnes und die seines Unternehmens in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus werfen. Sein Logistikunternehmen „Kühne + Nagel“ war in der Zeit des Nationalsozialismus verantwortlich für den Abtransport von Möbeln, die Jüdinnen und Juden aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg nach ihrer Deportation in die Konzentrationslager geraubt wurden. Außerdem drängten Alfred, der Vater von Klaus-Michael, und Werner Kühne den jüdischen Mitinhaber Adolf Maass 1933 aus dem Unternehmen. Die Nationalsozialisten deportierten Maass später und ermordeten ihn im KZ Auschwitz.[9] Für diese Aktionen ist Klaus-Michael Kühne nicht verantwortlich, sehr wohl aber für den heutigen Umgang seines Unternehmens mit dieser Thematik. Jahrzehntelang verschwieg „Kühne + Nagel“ seine Rolle im Nationalsozialismus. Infolge des öffentlichen Drucks gibt Kühne seit einigen Jahren die Mitarbeit im NS-Staat zu, relativiert die Rolle des Unternehmens jedoch bis heute und stellt sich einer umfassenden Aufarbeitung entgegen[10]. Kühnes Weigerung, sich mit der Aufarbeitung der Rolle seines Unternehmens im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen, passt nicht zu dem Leitbild und der Satzung, die der HSV vertritt und somit nicht zu den Werten, für die wir als Verein und als Fanszene einstehen.

Der HSV hat in der Vergangenheit allerdings gezeigt, dass er zumindest bemüht ist, der gesellschaftlichen Verantwortung eines Fußballvereins mit nationalsozialistischer Vergangenheit nachzukommen. Hervorzuheben ist hier die Sonderausstellung „Die Raute unterm Hakenkreuz – Der HSV im Nationalsozialismus“, die 2007 im HSV-Museum gezeigt wurde oder die Einweihung einer Gedenktafel für die HSV-Opfer des Nationalsozialismus Anfang des Jahres[11]. Will der HSV diesen Bemühungen weiter nachgehen, dann darf die Mitarbeit von „Kühne + Nagel“ an nationalsozialistischen Verbrechen (was übrigens schon vor der Ausgliederung öffentlich diskutiert wurde) nicht weiter verdrängt und schweigend hingenommen werden.

Gesellschaftliche Verantwortung darf beim HSV nicht nur heißen, in Form des Hamburger Wegs einzelne soziale Projekte finanziell zu unterstützen. Es müssen auch Lieferketten von Firmen und sonstiges Engagement von Sponsoren mit in sein Handeln einbezogen werden. Gesellschaftliche Verantwortung heißt, Aufarbeitung der eigenen Geschichte und damit auch ein Vereinsarchiv, das öffentlich zugänglich und digitalisiert ist und nicht mehr länger sein Dasein im Keller des Stadions fristet. Es braucht eine Stelle für Vielfalt in Form einer Person, die Anti-Diskriminierungsarbeit im Verein bündelt und in dem Thema sensibilisiert und ansprechbar ist. Die Inklusionsbeauftragte Fanny Boyn und das zunehmende Engagement in diese Richtung von der Abteilung Fankultur sind zu begrüßen, aber bisher nicht ausreichend.

Gesellschaftliche Verantwortung – gerade in Zeiten von Covid-19 – heißt für uns vor allem auch, Fans zuzuhören und ihre Interessen einzubinden. Ein Fußball ohne seine Fans ist nicht der Fußball, den wir lieben. Erst durch seine Fans erlangt der Fußball diese hohe gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und auch politische Bedeutung, die er heute innehat. Fans sollten weder von den Vereinen noch von den Verbänden als Sicherheits- oder Marketingaspekt des Fußballs betrachtet werden, sondern als elementarer Bestandteil dessen. Das anzunehmen und zu leben ist auch ein Teil gesellschaftlicher Verantwortung, die ein Verein wie der HSV trägt. Natürlich ist nicht nur der Verein, sondern sind auch wir als Fanszene mit dafür verantwortlich, uns für einen vielfältigen und offenen Fußball einzusetzen und Menschen, die betroffen sind von Diskriminierung oder aus anderen Gründen Hilfe benötigen, zu unterstützen.

Für eine solidarische Nordtribüne! Für den HSV!

Förderkreis Nordtribüne e.V. im Dezember 2020

 

[1] www.heluecht.stupid-and-slow.de/Downloads/HSV-Leitbild.pdf

[2] www.hsv.de/news/ankerplatz-als-anlauf-und-schutzstelle-fuer-fans

[3] www.hsv-ev.de/ehrenamtspreis-2020

[4] Hamburger Abendblatt, 17./18.10.2020, S. 38.

[5] www.f-in.org/presse/quotenfrau-ja-bitte/

[6] www.mckinsey.com/de/news/presse/neue-studie-belegt-zusammenhang-zwischen-diversitat-und-geschaftserfolg

[7] www.hsv.de/nachwuchs/nlz/kinderschutzkonzept

[8] www.hsv.de/news/nein-zu-diskriminierung-hsv-zeigt-flagge

[9] www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?MAIN_ID=7&BIO_ID=1492

[10] www.deutschlandfunk.de/ns-geschichte-von-kuehne-nagel-unaufgearbeitete.691.de.html?dram:article_id=483856

[11] xn--nordtribne-hamburg-t6b.de/2020/01/nichts-und-niemand-ist-vergessen/