Fußball im Nationalsozialismus – Gesellschaftliche Verantwortung im Sport

„Wir müssen den Mut haben nicht wegzuschauen” Eine Diskussion über gesellschaftspolitische Verantwortung im Sport

Vorgestellt wird ein Jugendprojekt zu „Fußball im Nationalsozialismus“, das der HSV und die KZ-Gedenkstätte Neuengamme anlässlich des Erinnerungstages im deutschen Fußball !Nie wieder durchgeführt haben. Im Anschluss wird in einem Podiumsgespräch darüber diskutiert, wie aktuellen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Fußballstadion begegnet werden und welche Rolle die Erinnerung an den Nationalsozialismus dabei spielen kann. Es diskutieren Torkel Wächter, Sohn des ehemaligen HSV-Spielers Walter Wächter, der als Kommunist und Jude von den Nationalsozialisten verfolgt wurde; Paula Scholz, die als freie pädagogische Mitarbeiterin der KZ-Gedenkstätte Neuengamme einen Studientag zum Thema „Fußball in den Konzentrationslagern und in der nationalsozialistischen Gesellschaft“ erarbeitet hat; ein Vertreter des HSV-Präsidiums, der zur Bedeutung von Werten im Sport und der gesellschaftspolitischen Verantwortung des HSV Stellung bezieht; sowie Robert Claus, der zu den Themen Vielfalt und Antidiskriminierung im Fußball forscht und publiziert. Das Gespräch wird moderiert von Cornelius Göbel (HSV).

Eine Kooperationsveranstaltung des HSV, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und des Netzwerks Erinnerungsarbeit.

Wann?

Am 27.01.2019 von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr.

Wo?

Im Haus des Sports (Schäferkampsallee 1), direkt an der U-Bahn Schlump.

Bilder Update

16. Paderborn (H)

15. Ingolstadt (A)

14. Union Berlin (H)

 

 

Stand Special

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bundesweite Proteste vom 30.11. bis 3.12.

Die jüngsten Veröffentlichungen zu Super-League-Plänen und anderen geheimen Deals in den Hinterzimmern der Manager sollten auch den letzten Zweiflern vor Augen geführt haben: Die heutige Fußballwelt hat mit Werten wie Fairness und Solidarität rein gar nichts mehr zu tun.

Finanzstarke Klubs umgehen im großen Stil Regelungen und werden bei ihren Bestrebungen nach immer mehr Profit ungeniert von führenden Funktionären hofiert und sogar noch vor Sanktionen geschützt. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Verlierer dieser Entwicklung sind neben den tiefer spielenden Vereinen der sportliche Wettbewerb im Gesamten und insbesondere wir Fans.

Es zählen vor allem Rendite und die Generierung von noch mehr Geld. DFB und DFL demonstrieren dies seit längerem, zuletzt unter anderem durch Anstoßzeiten fürs TV, die fundamental entgegen den Belangen von uns Stadiongängern stehen. In allen oberen Ligen finden nun Spiele am Montagabend statt, seit letzter Saison sogar in der ersten Bundesliga. Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits.

Die Vorbereitungen für die nächste Ausschreibung der TV-Rechte sind in vollem Gange. Unsere Forderung an die Vertreter der Vereine in der DFL ist klar: Schafft die Montagsspiele und die Anstoßzeiten unter der Woche ab!

Wie die Anstoßzeiten in den kommenden Spielzeiten gestaltet werden, liegt auch in unserer Hand. Als Fans und Mitglieder haben wir ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Vereinsvertreter auf DFL-Sitzungen entscheiden. Nur mit umfangreicher Transparenz kann Abstimmungen und dubiosen Deals in Hinterzimmern entgegengewirkt werden.

Am 13.Spieltag hat die DFL erneut ein Erstligaspiel auf den Montagabend gelegt, zudem findet in der 3. Liga unter der Regie des DFB, wie fast jeden Montag, eine Partie statt. Am Wochenende rund um diesen Spieltag wird es daher zu bundesweiten Protesten in den Fankurven kommen:

Wir werden die komplette erste Halbzeit auf organisierten Support beim Auswärtsspiel in Ingolstadt verzichten.

Ein wirksamer Protest kann nur gemeinsam funktionieren. Selbstverständlich fällt es niemandem leicht, die eigene Mannschaft in dieser Zeit nicht zu unterstützen. Allerdings besteht die riesige Chance auf entscheidende Veränderungen, die den Fußball endlich wieder in eine positive Richtung lenken würden. Aus Kreisen der Vereine ist zu hören, dass die Abschaffung der Montagsspiele und englischen Wochen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. Selbst das Montagsspiel der zweiten Liga steht zugunsten eines Alternativtermins am Samstagabend zur Diskussion. Also lasst uns aktiv werden und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir holen uns unser Spiel zurück!