Castaways Ultras informieren

Nachfolgend dokumentieren wir einen Text aus dem Möwenschiss der Castaways, der sich mit der aktuellen Gesundheitslage beschäftigt. Wir bedanken uns für die Bereitstellung des Textes.

Moin HSVerinnen und HSVer!

Normalerweise hätten wir euch an dieser Stelle die neuen Fotos des letzten Spieltags zur Verfügung gestellt. Doch was ist in solchen Tagen schon noch „normal“? Der Ausbruch und die rasende Verbreitung des CoVid-19-Erregers und des Corona-Virus‘ stellen unseren Alltag auf den Kopf.

Wie geht’s jetzt mit dem HSV weiter?

Auch wenn sich an dieser Stelle alles um die Raute dreht, sind Tabellenplätze und Torverhältnisse im Moment völlig egal. Aus Fan-Sicht war die Unterbrechung der Saison auf jeden Fall das richtige Signal, das leider viel zu spät kam. Wir schließen uns den Forderungen aus Dortmund, München und anderen Kurven an: Geisterspiele sind keine Option – Fußball nur mit Fans!

Was können wir tun?

Es ist unser Selbstverständnis, dass ein solidarisches Miteinander innerhalb der HSV-Familie – aber auch genauso über die Raute hinaus – zu unserem Fan-Sein gehören. Diesem Selbstverständnis und unserer gesellschaftlichen Verantwortung wollen wir gerecht werden. Deshalb haben wir im Folgenden neben dem selbstverständlichen Händewaschen ein paar nützliche Punkte zusammengetragen, mit denen ihr helfen und euch engagieren könnt, ohne euch oder andere zu gefährden:

1) Bleibt zuhause. Klingt zu einfach, um wirklich nützlich zu sein. Doch erscheint gerade das als das Bestmögliche. Noch nie war es so leicht, zu helfen. Nichtstun und das optimalerweise auf der eigenen Couch. Hinterfragt euch, ob körperliche Nähe (Umarmungen, Händedruck usw.), Menschenansammlungen und Veranstaltungen, wirklich sein müssen. Oder ob es nicht auch ohne geht.

2) Denkt an eure Mitmenschen. Wenn euch die Decke auf den Kopf fällt oder dringende Erledigungen anstehen und ihr eure eigenen vier Wände verlassen müsst: Hört euch um, wer Hilfe benötigt! Sei es bei Einkäufen, Behördengängen, Kinderbetreuung oder Haustierpflege: Der Bedarf ist vielfältig und wenn ihr ohnehin los müsst, könnt ihr euch bestimmt zusammentun. Entsprechende Formulare und Netzwerke kursieren im Internet. Wegen der genannten Gründe sowie der bereits funktionierenden Netzwerke, haben wir als Gruppe uns gegen ein eigenes Netzwerk für Hilfeleistungen entschieden und appellieren, sich bereits aktiven Netzwerken anzuschließen, jedoch grundsätzlich den meisten sozialen Kontakt auf ein Minimum einzuschränken.

3) Spendet Blut. Obwohl Veranstaltungen aller Art abgesagt wurden. Denn anders als ein Kneipenabend oder ein Konzertbesuch hat das Ganze einen guten Zweck und rechtfertigt das Rausgehen allemal. Die Zahl der Blutspenden ist im alljährlichen Grippetief, welches durch das Auftreten von Corona nochmal deutlicher ausfällt. Den drohenden Engpässen können wir gemeinsam entgegentreten. Manche Blutkonserven sind nur wenige Tage haltbar und die Spendenempfänger sind auf regelmäßige und „frische“ Spenden von gesunden Leuten angewiesen. Beim Spenden trifft man ohnehin nur gesunde Leute – alle anderen werden ihrer Verantwortung gerecht und gehen gar nicht erst los. Wer sich unsicher ist, ob er nun spenden darf oder nicht, informiert sich vorher bei der DRK-Blutspende-Hotline unter: 0800 1194911 https://www.blutspendedienst-west.de/mag…irus-sars-cov-2

4) Prüft, was ihr lest. Erst recht, was ihr teilt. Was nun wirklich niemandem hilft, ist Hysterie oder Panikmache aufgrund von Halbwissen und Unwahrheiten. Schaut euch beim Robert-Koch-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) um. Dort werden häufig gestellte Fragen aufgegriffen und beantwortet. Zu finden unter: https://www.infektionsschutz.de/coronavirus-sars-cov-2.html

Beim Enttarnen von Fake News in Form von Videos, WhatsApp-Sprachnachrichten oder weitergeleiteten Texten helfen folgende Seiten:

– Faktenfinder der ARD: https://www.tagesschau.de/faktenfinder/

– Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch: https://www.mimikama.at/

– BILDblog: https://bildblog.de/

Habt Verständnis dafür, dass es hier vorerst keine Neuigkeiten zu lesen geben wird, weil wir uns nicht weiter zu Dingen äußern möchten, die andere besser beurteilen können. Achtet auf euch und eure Mitmenschen – Bleibt gesund!

Alles andere kommt zu gegebener Zeit!

Castaways Ultras

Castaways Ultras informieren

Nachfolgend dokumentieren wir einen Text aus dem Möwenschiss der Castaways und
bedanken uns für dessen Bereitstellung. Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass
weiterhin keine Kommunikation mit den anonymen Händlern stattgefunden hat oder diese
gar eine Übereinkunft mit uns getroffen haben, wie diese Euch nun teils suggerieren
wollen, um sich weiterhin auf Eure und unsere Kosten zu bereichern.

AUS LIEBE ZUR KUNST UND ZUM FUSSBALL!?

Wohl eher aus Liebe zur Kohle! Worum es geht? Um Internetseiten wie „Hafenstadt040“
und andere, die wie Unkraut aus dem Boden sprießen, doch alles der Reihe nach:

Hauptsache HSV-Sticker, oder!?

Grundsätzlich ist es cool, wenn sich HSV-Fans Gedanken darüber machen, wie man auf
Aufklebern die Raute, die Nordtribüne und den HSV bestmöglich repräsentieren kann:
Verschiedenste blau-weiß-schwarze Grüße an Mülleimern, Toiletten oder Laternen, auf
Rasthöfen, Bahnhöfen oder an Sehenswürdigkeiten – weiter so, mehr davon!
Allerdings macht es einen Riesenunterschied, was das für Aufkleber sind und von wem die
stammen: Wenn sich HSVerinnen und HSVer dazu entscheiden, zum Selbstkostenpreis
ihre eigenen Motive zu produzieren, mit der Absicht, ihre Straßen, Bezirke und Landkreise
zu verschönern, dann ist das ohne Frage eine Top-Sache. An dieser Stelle übrigens der
Hinweis: Wer Hilfe bei Erstellung und Bestellung von Aufklebern für seinen eigenen
Fanclub braucht, darf gern am CA-Infostand vorbeischauen oder sich per Mail bei uns
melden, damit ihr nicht länger auf solche Internet-Händler angewiesen seid!

Wo ist dann das Problem mit solchen Seiten oder Verkäufern?

Anders sieht es aus, wenn Leute damit gewerbsmäßigen Handel betreiben, über
Instagram oder dubiose Facebook-Profile. Hinter der Instagram-Seite „Hafenstadt040“
verbirgt sich z.B. ein Unternehmen namens „Highlander Fanmaterial“ mit Sitz irgendwo in
Brandenburg. Dieses Unternehmen wirbt mit dem Slogan „Aus Liebe zur Kunst und zum
Fußball – Hundert Prozent Selfmade“. Auf den ersten Blick ja total gut: Aus der Szene für
die Szene – Was will man mehr? Beim zweiten Blick auf die Seite wird aber deutlich, dass
das die erste von mehreren Lügen ist:

Lüge Nummer 1: „Hundert Prozent Selfmade“. Neben HSV-Sachen findet man auch
Sachen von Gelsenkirchen und Frankfurt. Früher waren sogar noch mehr Städte dabei, u.
A. Köln. Somit ist klar, dass sie überhaupt keine Verbindung zum HSV haben, sondern
einfach den HSV und uns Fans ausnutzen wollen, um Kohle zu machen. Kann sein, dass
die Sachen selbst erstellt sind. Weil da aber die verschiedensten Vereine vertreten sind, ist
es eher seelenlose Fließbandarbeit!

Lüge Nummer 2: Die beworbene Liebe zur Kunst. Die kann man auch getrost vergessen.
Schließlich sind die Motive weder künstlerisch besonders kreativ noch besonders
individuell. Ganz im Gegenteil: Diese Seiten kopieren völlig ohne Absprache einfach
Begriffe wie „Nordtribüne Hamburg“ und bedienen sich an den Fotos der Nordtribüne oder
dem Supporters Club, für ihre Sticker – ohne um Erlaubnis zu fragen!

Lüge Nummer 3: In aller Deutlichkeit: Diese Seiten stehen in keinerlei Verbindung zur
organisierten und aktiven Fanszene, sie schaden der Fanszene sogar ganz massiv! Die
Betreiber behaupten stattdessen, dass sie in der aktiven Szene bekannt wären,
regelmäßig in unserer Nähe stehen, bzw. „zu Gast“ wären und lediglich „Blicke
bekommen“ – stimmt nicht! Diese Betreiber und deren Sticker sind bei uns nicht
erwünscht, schon gar nicht als Gäste und würden mehr als nur Blicke von der aktiven
Szene bekommen! Das ist wohl auch der Grund dafür, dass z.B. Köln- und Dortmund-
Sticker aus dem Shop wieder verschwunden sind: Keiner braucht die, keiner will die!

Lüge Nummer 4: Frecherweise behaupten diese Seiten, sie würden damit den Leuten
einen Gefallen tun, die nicht alt genug sind, um selbst ins Stadion zu gehen und Sticker an
den Infoständen zu kaufen. Blöd nur, dass man für einen Einkauf in deren Online-Shop
auch eine Kontoverbindung oder ein PayPal-Konto haben muss – wofür man auch
volljährig sein muss. Das Argument entkräftet sich selbst und ist kompletter Schwachsinn!

Lüge Nummer 5: „Ausverkauft!“ – Die Seiten nutzen genau die gleiche Masche wie
Viagogo oder Supreme: Die Verkäufer machen ihre eigentlich total langweiligen Produkte
interessant, indem sie nur begrenzt zur Verfügung gestellt werden. Dadurch, dass die
Sticker dann ab und zu „ausverkauft“ sind, sollen sie noch interessanter wirken, weil sie so
selten sind.
Insbesondere bei Sammelfüchsen zieht diese Methode leider immer wieder. Lasst euch
gesagt sein: Wenn die Betreiber wirklich daran interessiert wären, euch mit Stickern zu
versorgen, würden sie wieder für Nachschub sorgen, anstatt die Sticker künstlich knapp zu
halten!

Warum schaden diese Seiten der aktiven Fanszene denn genau? Die aktive Szene
verdient doch selbst Geld damit?

Es ist völlig unklar, wo das Geld landet, was diese Unternehmen mit den Fans verdienen.
DAS ist der riesengroße Unterschied: Wenn ihr Sticker im Stadion kauft, könnt ihr euch
sicher sein, dass 100% unserer Einnahmen wieder zurück in die Kurve fließen: Um neue
Sticker oder Merchandise-Artikel bestellen zu können. Zu guter Letzt auch um
Choreografien bezahlen zu können. Gerade Choreografien (z.B. die Ganzstadion-Aktion
gegen Hannover oder die Derby-Choreos) kosten schnell mal mehrere Tausend Euro. Wir
nutzen neben den Spendenaufrufen auch den Verkauf von Aufklebern oder Shirts dazu,
euch selbstgemachte Artikel anzubieten, mit deren Kauf ihr etwas zu Choreos beitragen
und zurückgeben könnt. Bei Hafenstadt040 ist völlig unklar, in wessen Tasche das Geld
fließt, was damit passiert, wozu ihr beitragt oder wer sich damit eine goldene Nase
verdient.
Das Ganze ist übrigens nicht nur auf Aufkleber beschränkt. Bei Shirts, Schals und anderer
Kleidung, die bewusst an Szene-Kleidung angelehnt ist, ist das Ganze übrigens noch
schlimmer. Es ist leider immer noch nicht allen Leuten bewusst, auf welche Regeln man
sich einlässt, wenn man solche Artikel kauft. Insofern ist es dann doppelt bitter, unsere
Farben in fremden Händen zu sehen, die dann nicht einmal der aktiven Szene
entstammen, sondern von x-beliebigen Internetshops einfach per Versand an x-beliebige
Käufer geschickt werden.

Ja gut, wie kann ich als einzelner Fan in dieser Angelegenheit helfen?

In diesem Sinne: Helft dabei, solchen geldgeilen Haien das Wasser abzugraben! Ignoriert
diese Shops, die sich nur durch freche Lügen und dreiste Kopien überhaupt halten
können. Support your local Dealer – Wir sehen uns in Ebene 4, hinter 28C, wo verschiedene Gruppen und Kreise ihre Motive anbieten. Da ist sicher auch was für euch
dabei.